Joshua Wong bittet Bundesregierung um Unterstützung für Hongkong

Epoch Times3. Juli 2020 Aktualisiert: 6. Juli 2020 21:38
Angesichts des rabiaten Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in Hongkong hat der bekannte Demokratie-Aktivist Joshua Wong die Bundesregierung um Unterstützung gebeten. Sie müsse das Unrecht "beim Namen" nennen, sagte Wong zu "Bild".

Angesichts des rabiaten Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in Hongkong hat der bekannte Demokratie-Aktivist Joshua Wong die Bundesregierung um Unterstützung gebeten. „Ich bitte die deutsche Regierung: Schaut auf Hongkong, seht, was hier passiert und nennt das Unrecht beim Namen“, sagte Wong der „Bild“-Zeitung (Freitagsausgabe).

„Ich demonstriere weiterhin in der vordersten Reihe mit, die Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas ein, hunderte Demonstranten wurden verhaftet“, sagte Wong. Die Demokratie-Bewegung in Hongkong brauche die „Unterstützung Europas gerade jetzt“.

China hatte diese Woche ein Sicherheitsgesetz für die Hongkong beschlossen, das die Bürgerrechte in der Sonderverwaltungszone massiv einschränkt. Das Gesetz erlaubt den chinesischen Behörden ein hartes Vorgehen gegen alle Aktivitäten auf der Welt, die nach ihrer Auffassung die nationale Sicherheit bedrohen.

Die Polizei ging am Mittwoch – dem 23. Jahrestag der früheren britischen Kronkolonie an China – mit Wasserwerfern gegen tausende Demonstranten in Hongkong vor. Mehr als 370 Menschen wurden festgenommen, viele von ihnen wegen Verstößen gegen das neue Sicherheitsgesetz.

Wong war ein studentischer Anführer der sogenannten Regenschirm-Proteste im Jahr 2014

Wong war als studentischer Anführer der sogenannten Regenschirm-Proteste im Jahr 2014 bekannt geworden und hatte sich im vergangenen Jahr auch mit der Demokratie-Bewegung solidarisiert, die über Monate hinweg Massenproteste in Hongkong mobilisierte.

Die Demonstrationen richteten sich gegen den wachsenden Einfluss Pekings in der Finanzmetropole. Hongkong waren bei der Übergabe an China für 50 Jahre Sonderrechte gewährt worden, darunter Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Nun nach 23 Jahren ist das Versprechen von Peking gebrochen.

Wongs bekannter Mitstreiter Nathan Law hatte am Donnerstag seine Flucht aus Hongkong bekannt gegeben. Er habe die Stadt bereits verlassen und werde seinen Aktivismus vom Ausland aus fortsetzen, teilte Law in einer Botschaft an Journalisten mit.

Deutschland übernahm am 01. Juli die Ratspräsidentschaft der EU. Bis jetzt hat die Bundesregierung noch keine offizielle Stellungnahme wegen des Sicherheitsgesetzes für Hongkong bekanntgegeben. Kanada und Australia gaben bereits eine Reisewarnung für ihre Bürger, wenn sie nach Hongkong reisen wollen, bekannt. UK bietet Hongkonger Bürgern zusätzlichen Schutz an. (afp/er)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion