Soldaten patrouilleren wegen Unruhen in Südafrika.Foto: MARCO LONGARI/AFP via Getty Images

Zahl der Todesopfer bei Unruhen in Südafrika steigt auf 276

Epoch Times22. Juli 2021 Aktualisiert: 22. Juli 2021 7:35

Bei den Unruhen in Südafrika ist die Zahl der Todesopfer erneut gestiegen. Bislang seien 276 Tote gezählt worden, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Zuvor lag die Bilanz bei 215 Toten. Derweil begannen die ersten Gerichtsanhörungen von Verdächtigen wegen mutmaßlicher Beteiligung an den gewaltsamen Protesten, die nach dem Haftantritt des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma begannen.

Seit dem Beginn der Unruhen seien 234 Menschen in Zumas Heimatprovinz KwaZulu-Natal getötet worden, teilte die Regierung mit. 42 weitere Todesfälle wurden demnach in die Provinz Gauteng mit der Wirtschaftsmetropole Johannesburg verzeichnet. In beiden Provinzen sei die Lage nun „stabil“, die Aufräumarbeiten seien im Gange.

Die ersten Verdächtigen, darunter ein ehemaliger Fernsehmoderator, erschienen am Mittwoch vor Gericht. Ihnen wird unter anderem Anstiftung zu Gewalt vorgeworfen.

Insbesondere in Johannesburg und im Bundesstaat KwaZulu-Natal waren vergangene Woche Läden und Lagerhäuser geplündert und in Brand gesteckt worden. Infolge der Gewalt und Plünderungen wurden auch Lieferketten und Transportverbindungen unterbrochen. Die Regierung entsandte tausende Soldaten in die Regionen, um die Unruhen einzudämmen.

Ausgangspunkt der Proteste war Ex-Präsident Jacob Zumas Heimatprovinz KwaZulu-Natal. Der langjährige Präsident Zuma war Ende Juni vom Verfassungsgericht wegen Missachtung der Justiz zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt worden, die er vergangene Woche antrat. Während viele Südafrikaner die Inhaftierung des Ex-Staatschefs als Erfolg für die Rechtsstaatlichkeit des Landes feierten, gingen Unterstützer Zumas aus Protest auf die Straße. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]ochtimes.de


Ihre Epoch Times - Redaktion