Brände in Kalifornien.Foto: JOSH EDELSON/AFP via Getty Images

Zehntausende Menschen vor Waldbränden in Kalifornien auf der Flucht

Epoch Times22. August 2020 Aktualisiert: 22. August 2020 19:32
Die verheerenden Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien, denen schon 3100 Quadratkilometer Land zum Opfer fielen, drohen sich noch auszuweiten. Davor warnte am Samstag der US-Wetterdienst.

Die verheerenden Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien drohen sich weiter auszubreiten. „Angesichts der starken Hitze und Trockenheit könnten Blitzeinschläge am Wochenende weitere Feuer auslösen“, warnte der US-Wetterdienst am Samstag. Zuvor hatte Gouverneur Gavin Newsom angesichts der Wucht der Flammen erklärt: „So etwas haben wir seit vielen, vielen Jahren nicht mehr erlebt.“ Seit Mittwoch kamen fünf Menschen ums Leben, fast 120.000 mussten vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden.

Mehr als 3100 Quadratkilometer Land sind bereits verbrannt – das ist eine Fläche größer als das Saarland. Bis Samstag gelang es der Feuerwehr lediglich, zehn bis 15 Prozent der Brände unter Kontrolle zu bringen, wie die Einsatzkräfte mitteilten. Feuerwehren aus Oregon, New Mexico und Texas unterstützen Kalifornien nach Angaben von Gouverneur Newsom bereits bei der Brandbekämpfung. Newsom bat angesichts des Ausmaßes der Brände um Hilfe aus Kanada und Australien, welche „die besten Feuerwehren der Welt“ hätten.

Ausgelöst wurden die Feuer zum großen Teil durch Blitzeinschläge. Innerhalb von 72 Stunden habe es in Kalifornien rund 12.000 Mal geblitzt, meldeten die Behörden am Freitag. Hohe Temperaturen und extreme Trockenheit fachten die Brände an.

Die Flammen bedrohen zehntausende Häuser in dem US-Westküstenstaat. Rund 119.000 Menschen flohen nach Behördenangaben bereits aus ihren Häusern. Viele hätten Schwierigkeiten, eine Notunterkunft zu finden. Einige wollten aus Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus nicht in die von den Behörden errichteten Schutzzentren gehen.

In den Bezirken San Mateo und Santa Cruz übernachteten zahlreiche Menschen in Auto-Anhängern auf Parkplätzen oder am Strand. In Santa Cruz riefen die Behörden Touristen auf, Hotels und Ferienwohnungen zu verlassen. Die Unterkünfte sollten Menschen zur Verfügung gestellt werden, die vor den Flammen flüchten mussten.

Mindestens fünf Menschen kamen bisher durch die Brände ums Leben. Am Donnerstag hatten Einsatzkräfte vier Leichen geborgen, drei von ihnen aus einem niedergebrannten Haus in Napa County. Bereits am Mittwoch war ein Hubschrauberpilot beim Absturz seines Helikopters während eines Löscheinsatzes ums Leben gekommen.

Die größten Feuer loderten nördlich und südlich von San Francisco. Die Behörden forderten die Bewohner der Küstenmetropole auf, möglichs zu Hause zu bleiben.

Gouverneur Newsom hatte die Brände in einem Video für den Nominierungsparteitag der US-Demokraten mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht. „Den Klimawandel gibt es“, sagte er. „Wenn Sie den Klimawandel bestreiten, kommen Sie nach Kalifornien.“

Busch- und Waldbrände haben in dem Bundesstaat in den vergangenen Jahren stark zugenommen, wofür Experten die Erderwärmung mitverantwortlich machen. Beim folgenschwersten Brand in der kalifornischen Geschichte waren im November 2018 in Nordkalifornien 86 Menschen ums Leben gekommen. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion