Bis zu 10 Millionen Flüchtlinge kommen noch – schätzt Entwicklungsminister Müller

Epoch Times11. Januar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 5:26
Für den deutschen Entwicklungsminister Gerd Müller steht der größte Teil der Fluchtbewegung nach Europa noch bevor. Gründe dafür sieht Müller in den sich schon in Bewegung befindlichen Menschenmassen, vor allem aus Syrien und dem Irak.

Laut Entwicklungsminister Gerd Müller steht Deutschland und Europa der Großteil der Flüchtlingswelle noch bevor: "Erst zehn Prozent der in Syrien und Irak ausgelösten Fluchtwelle ist bei uns angekommen", zitiert "Bild am Sonntag" den CSU-Politiker. In Zahlen genannt: Acht bis zehn Millionen Menschen. Diese seien noch unterwegs.

Außerdem werde sich die Bevölkerung in Afrika in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln, was eine völlig neue Dimension der internationalen Zusammenarbeit notwendig machen wird, schätzt er.

Wiederaufbauprogramm für Hoffnung in der Heimat

"In unserem digitalen Zeitalter mit Internet und Handy wissen alle über unseren Wohlstand und unsere Lebensweise Bescheid. Wir müssen deshalb vor Ort in Bildung, Ausbildung und Perspektiven investieren", plädiert Müller auf Hilfe vor Ort. 

Er forderte ein EU-Sofortprogramm von zehn Milliarden Euro für Syrien und Irak: "Wir müssen Dörfer und Städte wieder aufbauen, damit die Flüchtlinge jetzt wieder dorthin zurückkehren können", so der Minister. Die Hauptlast der Kosten sollen jene EU-Staaten aufbringen, die keine Flüchtlinge aufnehmen.

Wohlstand ohne Schuld?

"Wir haben unseren Wohlstand auf dem Rücken der Entwicklungsländer aufgebaut. Das wird nicht mehr lange gut gehen. Diese Spannungen entladen sich. Dann ist egal, was wir hier festlegen. Die Menschen werden uns nicht fragen, ob sie kommen können", berichtet der "Focus" über Müllers Aussagen. (sm)

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