Behörden korrigieren Zahlen nach unten: Seit April in keinem Monat mehr als 14.000 neue Asylsuchende

Epoch Times2. Oktober 2016 Aktualisiert: 2. Oktober 2016 9:36
Das BAMF und Bundesinnenminister Thomas de Maizière haben die Zahlen der bereits angekommenen Flüchtlinge und Migranten nach unten korrigiert. Die Korrektur des BAMF hänge mit einer Umstellung der Datensysteme zusammen, heißt es.

Im September wurden etwa 13.000 Asylsuchende neu in Deutschland registriert. Seit April waren es damit in keinem Monat mehr als 14.000, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (F.A.S.). Die Zeitung beruft sich auf eine Aufstellung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Bisher hatte die Bundesregierung deutlich höhere Zahlen genannt: jeweils etwa 16.000 für die Monate April bis Juli, 18.000 für den August. Die Korrektur hängt demnach mit einer Umstellung der Datensysteme zusammen, nach der Mehrfachmeldungen nun ausgeschlossen sind. Die neuen Zahlen sind angesichts der Debatte über eine Begrenzung der irregulären Zuwanderung von Belang. Rechnet man das stabile Niveau seit April auf zwölf Monate hoch, ergibt sich eine Gesamtzahl von 162.000 Migranten – deutlich weniger als die von der CSU geforderte Obergrenze von 200.000. Allerdings liegt Deutschland im Kalenderjahr 2016 über dieser Grenze: Bis Ende September zählte das Bamf 210.000 neue Migranten.

Von ihnen kamen 118.000 in den ersten beiden Monaten des Jahres, als die Balkanroute noch offen war. Im März fiel die Zahl auf 15.000, nachdem die mazedonische Grenze geschlossen und die Ägäis nach dem EU-Türkei-Abkommen abgeriegelt worden war. Seitdem schwankt die Zahl der Asylsuchenden in jedem Monat zwischen 13.000 und 14.000. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte am Freitag schon die Zahlen für 2015 deutlich nach unten korrigiert: Demnach kamen statt 1,1 Millionen Migranten rund 890.000 ins Land. Das liegt nahe bei der Prognose des Ministers von Mitte August jenen Jahres von etwa 800.000. Man habe die Dynamik der Flüchtlingswelle richtig eingeschätzt, heißt es dazu.

(dts Nachrichtenagentur)

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