Polizist in DeutschlandFoto: JOHN MACDOUGALL/Getty Images

190 Mal festgenommen, 190 Mal freigelassen – So behindert die deutsche Justiz die Polizei

Epoch Times25. Februar 2016 Aktualisiert: 29. April 2017 16:37
Schon 189 Mal wurde ein 22-jährige Eritreer wegen verschiedenen Straftaten angezeigt. Immer wieder wurde er auf freien Fuß gesetzt. Jetzt wurde der junge Mann erneut bei Strafhandlungen erwischt. Und zum 190igsten Mal forderte die Staatsanwaltschaft von der Polizei den Mann frei zu lassen.

Die deutsche Polizei steht wegen der anhaltenden Flüchtlingskrise massiv unter Druck. Eine zusätzliche Schwierigkeit mit der sich die Beamten konfrontiert sehen, ist die Tatsache, dass sie von der Justiz in zahlreichen Fällen im Stich gelassen werden. Das wird dadurch ersichtlich, dass Wiederholungstäter mit Migrationshintergrund von den Polizisten immer wieder auf freien Fuß gesetzt werden müssen.

Das zeigt auch das Beispiel eines jungen Afrikaners, der von Polizeibeamten am Nachmittag des 23. Februar in einem ICE-Zug der Deutschen Bahn AG auf der Strecke von Frankfurt/Main in Richtung Kassel festgenommen wurde. Der 22-jährige Asylbewerber wurde von der Zugbegleiterin offenbar dabei erwischt wie es sich selbst befriedigte. Darüber hinaus hatte er keine gültige Fahrkarte. Die 27-jährige Bahnbedienstete alarmierte die Polizei und erstattete Strafanzeige. So steht es auf der Webseite der Bundespolizei.

Beim Polizeirevier Fulda wurde der Mann zur Feststellung seiner Identität aus dem Zug geführt. Bald schon erkannten die Beamten, dass sie es mit keinem Unbekannten zu tun hatten. Der junge Mann aus Eritrea wurde schon 189 wegen verschiedener Vergehen angezeigt. Darunter Schwarzfahren, zahlreiche Diebstähle, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Fulda erneut auf freien Fuß gesetzt. (sm)

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