„200 Salafisten, mehrere hundert Pegida-Anhänger“: Die Bilanz der Wuppertaler Polizei

Epoch Times14. März 2015 Aktualisiert: 14. März 2015 19:18

Informationschaos in Wuppertal und den deutschen Medien: Die Aussagen über den Demonstrationstag mit Salafisten- und Pegida-Demo widersprechen einander. EPOCH TIMES sprach mit der Wuppertaler Polizei. Ein Sprecher sagte, dass im Großen und Ganzen alles friedlich verlief.

Rund 200 Salafisten

Ein Sprecher der Wuppertaler Polizei sagte gegenüber EPOCH TIMES: Bei der Kundgebung der Salafisten habe es rund 200 Teilnehmer, eine Ingewahrsamnahme, einen Böllerwurf und einen Eierwurf gegeben. Die Redebeiträge seien „ganz normal“ gewesen und auch sonst sei nichts Auffälliges passiert.

Focus sprach von nur 75 Teilnehmern bei der Salafisten-Kundgebung und einer Festnahme.

Gewalttätigkeiten und Flaschenwürfe“ bei Pegida

Bei Pegida demonstrierten laut dem Polizeisprecher mehrere hundert Menschen, konkrete Angaben könne er jedoch nicht machen. Es sei zu einem Verbot des Demonstrationszugs durch die Wuppertaler Polizeiführung gekommen, nachdem es „Gewalttätigkeiten und Flaschenwürfe innerhalb der Versammlung“ gegeben habe. Es seien bei Pegida „viele friedliche Teilnehmer“ gewesen und der Veranstalter habe sich für deren Unversehrtheit eingesetzt. Eine Person sei festgenommen worden.

Fakt ist, dass die Pegida-Organisatoren die Veranstaltung für beendet erklärt hatten, nachdem die Polizei den „Spaziergang“ untersagt hatte. Daraufhin hatten Anhänger der „Hogesa“ (Hooligans gegen Salafisten) ein kurzes Gerangel mit der Polizei begonnen. (Siehe EPOCH TIMES Live-Ticker).

Dem Polizeisprecher war unbekannt, dass die Pegida-Demonstranten von den Einsatzkräften vor Ort fast eine Dreiviertelstunde lang eingekreist waren und den Platz nicht verlassen konnten.

Wuppertaler Bürgermeister sprach bei Gegendemo

Die Teilnehmerzahl beim „Bündnis gegen Nazis“ erreichte etwas mehr als die angemeldeten 400 Personen. Hier sei alles friedlich verlaufen. Die Redebeiträge seien vom Wuppertaler Bürgermeister und zahlreichen Verbänden und Einrichtungen gekommen.

Die Antifa schließlich „lief überall herum, versuchte sich anzuhängen und ihre Aktionen zu machen“. Sie sei in Erscheinung getreten, jedoch nicht in besorgniserregender Weise, so der Polizeisprecher. „Es hielt sich im Rahmen.“ (rf)

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