300.000 Einwanderer-Kinder in Regelschulen – Gettoisierung im Schulsystem droht

Von 10. Februar 2017 Aktualisiert: 10. Februar 2017 14:21
Wegen der Aufnahme von 300.000 Einwanderer-Kindern in das Regelschulsystem sorgt sich die Gymnasiallehrer-Gewerkschaft. Dort sieht man eine Gettoisierung des Schulssystems und fordert mehr staatliche Hilfe. Vor allem gebe es massive sprachliche Defizite. Die Leidtragenden seien schwache Schüler an Brennpunktschulen.

Das reguläre Schulsystem ist mit der Aufnahme von 300.000 Einwanderer-Kindern überfordert: Der Deutsche Philologenverband kritisiert nun den Mangel an staatlicher Hilfe. Der Verband sorgt sich über die Erfolgsaussichten der Kinder.

Der Chef der Gymnasiallehrer-Gewerkschaft Heinz-Peter Meidinger spricht in diesem Zusammenhang von einer „Mammutaufgabe“ mit „zu wenig staatlicher Unterstützung“. Vor allem sorgt man sich wegen einer Gettoisierung des Schulssystems. Dies berichtet die „Welt“.

„Politik glaubt Hausaufgaben gemacht zu haben“

„Die Politik glaubt, mit der Neubildung von Tausenden von Klassen und der Einstellung von 13.000 Lehrkräften, ihre Hausaufgaben gemacht zu haben“, so Meidinger laut einer Verbandsmitteilung vom Donnerstag.

Allerdings zeige sich vor Ort, dass jetzt bei der zweiten Stufe der Integration, der Überführung der Kinder aus Willkommens-, Sprach- und Übergangsklassen in Regelschulen, massive Probleme und Defizite zu verzeichnen seien.

Soziale und ethnische Ausgrenzung in Schulen nimmt zu

Viele Lehrer melden die Sprachkenntnisse und Lernergebnisse der Kinder reichten nicht aus, um problemlos Anschluss in den Regelschulen zu finden, so Meidinger weiter.

Ein weiterer Trend, der sich zeige, sei ein Wechsel von Kindern an Brennpunktschulen in Ballungsgebiete, die noch freie Kapazitäten aufweisen. Deswegen verschärfe sich vielerorts die Tendenz zur sozialen und ethnischen Ausgrenzung. Diese aber sei „Gift für die schulische und soziale Integration der Kinder“. Eine Gettoisierung des Schulsystems drohe, beklagt Meidinger.

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