M1A2 Abrams Kampfpanzer. Die USA planen eine komplette Panzerbrigade in Osteuropa zu stationieren.Foto:  Jeon Heon-Kyun/Archiv/dpa

4.000 Soldaten: US-Panzerbrigade rollt bald durch Deutschland – Trump ändert Nato-Pläne nicht, glaubt General

Von 27. Dezember 2016 Aktualisiert: 27. Dezember 2016 13:13
Über Deutschland sollen Panzer einer US-Panzerbrigade nach Ost-Europa verlegt werden. Als logistisches Zentrum fungiert das südlich von Bremerhaven gelegene Osterholz-Scharmbeck. Donald Trump werde keine Planänderungen an dieser Nato-Teiloperation von "Atlantic Resolve" vornehmen, glaubt US-General Hodges.

Drei Jahre nachdem der letzte amerikanische Panzer Europa in Richtung USA verlassen hat, werden nun wieder neue gebracht, sagte General Frederick Hodges vor Weihnachten in der Logistikschule der Bundeswehr Osterholz-Scharmbeck.

35 Kilometer südlich von Bremerhaven gelegen, soll dort im Januar die logistische Drehscheibe für die Truppenverlegung entstehen. Dies berichten die “Deutschen Wirtschafts Nachrichten” (DWN).

Als Teil der Nato-Operation “Atlantic Resolve” werde eine komplette Panzerbrigade nach Ost-Europa verlegt. 4.000 US-Soldaten und ihre Fahrzeuge werden in Bremerhaven ankommen und durch Deutschland nach Polen, Lettland, Litauen und Estland transportiert.

Truppen und Material sollen auf verschiedenen Verkehrswegen Deutschland passieren: Per Schiff, Bahn und über die deutschen Straßen geht es durch Niedersachsen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Vorbereitungen im Logistikzentrum beginnen im Januar

Zur Vorbereitung der Truppenverlegungen werden im Koordinationszentrum im Januar 375 US-Soldaten in der Kaserne in Osterholz-Scharmbeck untergebracht und verpflegt. Flächen für 600 Fahrzeuge sollen dort bereitgestellt werden.

Die Truppen sollen rotierend zu Übungszwecken in verschiedenen Ländern eingesetzt werden. Das Hauptquartier soll in Polen sein.

General glaubt, Trump werde Pläne nicht ändern

Hinsichtlich der Planungssicherheit bemerkte Hodges, er glaube nicht, US-Präsident Donald Trump werde den Einsatz-Plan ändern und verweist auf zahlreiche Gespräche mit Trump, so DWN.

Aus seiner Sicht verhalte sich Russland nicht wie ein Land, das Frieden möchte. Abschreckungsmaßnahmen gegen Russland seien notwendig, so der US-General. Die Truppenverlegung sei wichtig, um Stärke gegenüber der Russischen Föderation zu demonstrieren und für Stabilität in Europa zu sorgen.


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