500.000 neuen Jobs in diesem Jahr – Dienstleistungsbranche boomt

Epoch Times12. Juni 2017 Aktualisiert: 12. Juni 2017 12:48
500.000 neue Stellen – so viele Arbeitsplätze wollen Krankenhäuser und Kitas, Unternehmensberatungen und Tiefbaufirmen in diesem Jahr schaffen, so das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags.

Krankenhäuser und Kitas, Unternehmensberatungen und Tiefbaufirmen – sie alle wollen in diesem Jahr neue Leute einstellen. Die Wirtschaft rechnet insgesamt mit einer halben Million neuer Stellen, wie eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) ergab.

Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte der „Rheinischen Post“ vom Montag, „Haupttreiber der erfreulichen Beschäftigungsentwicklung bleiben die Dienstleistungsbranchen“.

500.000 neue Job in den Dienstleistungsbranchen

Allein 130.000 neue Stellen wollen der DIHK-Umfrage zufolge Gesundheits- und Sozialdienstleister wie Krankenhäuser, Arztpraxen, Kindertagesstätten und Betreuungsheime schaffen. Die Nachfrage steige auf Grund des demografischen Wandels und des wachsenden Gesundheitsbewusstseins, erläuterte Wansleben.

Ebenso viele neue Jobs wird es demnach bis Ende des Jahres bei unternehmensbezogenen Dienstleistern geben – etwa in Werbeagenturen, Marktforschungsinstituten, bei Wirtschaftsprüfern oder Sicherheitsunternehmen.

Handel, Verkehr und Gastgewerbe rechnen demnach mit 100.000 zusätzlichen Stellen, Bildungsdienstleister mit 50.000, das Baugewerbe mit 35.000 und Industrie sowie Informationsdienstleister mit jeweils 30.000. „Im Baugewerbe erreichen die Beschäftigungsabsichten sogar ein Rekordniveau“, sagte Wansleben.

Jeder zweite Betrieb durch Fachkräftemangel gefährdet

Allerdings: Mehr als jeder zweite Betrieb sieht laut DIHK-Umfrage seine Geschäftsentwicklung durch den Fachkräftemangel gefährdet. Der Mangel an geeignetem Personal zementiere sich als „Top-Risiko“ – und zwar in allen Regionen und vielen Branchen, wie Hauptgeschäftsführer Wansleben beklagte.

Drei Viertel der Firmen im Gastgewerbe, bei Gesundheits- und Bildungsdienstleistern berichten demnach von Engpässen. Im Tiefbau zeigten sich vier von fünf Betrieben besorgt.

In erster Linie fehlten beruflich Qualifizierte, sagte Wansleben. Er forderte die Stärkung der dualen Ausbildung sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere durch Kinderbetreuungsangebote auch in den Randzeiten des Tages. (afp)

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