6 Monate Haft: Mehrfacher Asylbetrüger klaut Socken und wird erwischt

Epoch Times29. Januar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 15:20
Er soll 19 sein, vielleicht, kommt aus dem Irak, vielleicht, heisst Omar A., vielleicht - Insgesamt acht Identitäten, mehrere Nationalitäten und mehrere Asylanträge sind den Behörden bekannt. Im Prozess erkennt der Dolmetscher einen marokkanischen Akzent bei dem Iraker, Libyer...

Am 24. November 2015 wird ein jugendlicher Migrant in einer Kölner Drogerie beim Klauen von ein Paar Socken erwischt. Der Ladendetektiv stellt ihn, es kommt zur Rangelei und anschließend zur Verhaftung. Wie sich herausstellte, war das nicht sein einziger Coup des Zuwanderers.

Die Richterin verhängt für den Dieb eine Haftstrafe von 6 Monaten ohne Bewährung. Eine harte Strafe für geklaute Socken, könnte man meinen.

Omar A., wenn das sein richtiger Name ist, kommt aus dem Irak, angeblich. Er soll 19 Jahre alt sein, sieht aber deutlich älter aus [FOTO]. Vorstrafen hat er keine, auf dem Papier zumindest und unter den derzeit bekannten Identitäten.

Asylbetrug mit falschen Identitäten

Im September 2012 kam der Asylbewerber nach Deutschland. Ihm wurde ein Quartier im Asylheim Soltau zugewiesen. Doch immer wieder verschwindet der junge Migrant, wird von der Polizei in verschiedenen Städten aufgegriffen.

Seinen erster Asylantrag wird abgelehnt und Omar A., nennen wir ihn einmal so, taucht unter. Dann stellt er mit einem anderen Namen in einer anderen Stadt einen neuen Antrag, der ebenfalls abgelehnt wird, meldet der Kölner Express.

Vielleicht hilft ein Wechsel der Nationalität, könnte sich der jugendliche Asylsuchende gedacht haben. Mal kommt er aus Libyen, mal aus dem Irak, wie zuletzt. Auch im Prozess gibt er Bagdad/Irak als seinen Geburtsort an.

Offenbar eine Lüge. Der vom Gericht bestellte Dolmetscher für Arabisch erkennt bei Omar A. einen marokkanischen Akzent, was die Geschichte vom armen Kriegsflüchtling noch unglaubwürdiger macht.

Insgesamt acht verschiedene Namen sind den Behörden bekannt. Zweimal wurden seine Asylanträge abgelehnt, ein drittes Asylverfahren läuft noch, schreibt die "Bild".

Hartes und mutiges Urteil

Dies alles veranlasste die Kölner Richterin Maren Sütterlin-Müsse (54) zu einem Urteil, dass der Gesamtsituation des jungen Migranten gerecht werden soll.

Sie wertete den Ladendiebstahl als räuberischen Diebstahl, da er sich gegen die Festnahme durch den Ladendetektiv gewehrt hatte und bedachte auch seine Einstellung zu Recht und Ordnung.

"Sie kamen als Flüchtling. Aber es steht nicht fest, ob Sie das wirklich sind. Drei Asylanträge – das spricht nicht dafür. Sie nutzen unser System und unsere humanitäre Verantwortung in eklatantem Umfang aus. Sie ziehen durch die Bundesrepublik und begehen Straftaten." 

Kurz vor dem Sockendiebstahl war Omar A. erst aus Polizeigewahrsam entlassen worden, weil er sich an einem Wohnwagen zu schaffen gemacht hatte.

Den Diebstahl der Socken begründete er mit Mangel an Geld, ihm hätten 50 Cent zu den 2,99 Euro Kaufpreis gefehlt. Ihm sei kalt gewesen, er würde auf der Straße leben.

"Es kann keine positive Sozialprognose gestellt werden. Er hat keine persönlichen Bindungen, keine Arbeit", so die Richterin in der Urteilsbegründung. "Es ist nicht erkennbar, dass er gewillt wäre, sich an unser Rechtssystem zu halten. Es ist nicht möglich, Bewährung einzurichten, wenn er für die Bewährungsaufsicht nicht erreichbar ist."

Inzwischen wurde auch die Abschiebung des Ladendiebes beantragt. (sm)