Deutscher Soldat.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Action-Serie und Fitness-App: Grüne kritisieren neue Personalwerbung der Bundeswehr

Epoch Times30. Dezember 2018 Aktualisiert: 30. Dezember 2018 7:20
Die Bundeswehr wirbt mit einer WhatsApp-Serie und einer Fitness-App für neue Soldaten. Diese Werbung sei "zynisch", finden die Grünen.

Die Bundeswehr wirbt mit einer Serie über das Kommando Spezialkräfte und einem Fitnessprogramm für neue Soldaten. Die Grünen kritisieren diese Werbekampagne nun.

Es sei „zynisch, junge Leute mit einer Action-Serie und einem Muskelprogramm als Staatsbürger in Uniform gewinnen zu wollen“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen, Tobias Lindner, der „Bild am Sonntag“.

Das Ministerium verteidigte die Kampagne. Die Bundeswehr müsse sich bemühen, „auf das Radar der jungen Leute zu kommen“, sagte ein Sprecher der „BamS“. „Dafür muss uns die Politik zielgruppengerechte Werbung zubilligen“.

Die KSK-Serie bei WhatsApp hat laut Ministerium bislang 28.000 Abonnenten. Für das KSK-Sportprogramm gebe es bisher 2.300 Nutzer. Sie können sich über den Lautsprecher Alexa täglich eine Fitnesseinheit abrufen. „Das Training entwickelte der Sportleiter der KSK. Tempo und Anzahl passte er an Zivilisten an“, so der Sprecher weiter.

Für die Personalwerbung gibt die Bundeswehr pro Jahr 35 Millionen Euro aus. Die KSK-Kampagne kostet laut Ministerium 6 Millionen Euro. Zuvor wurden bereits Rekruten bei der Grundausbildung oder Soldaten im Mali-Einsatz zu Werbezwecken gefilmt. Mit ihren Serien will sich die Bundeswehr als Arbeitgeber bei den 15- bis Ende 20-Jährigen bekannt machen. (afp/dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion