AfD bei Europawahl in Brandenburg und – vermutlich auch in Sachsen – stärkste Partei

Epoch Times26. Mai 2019 Aktualisiert: 26. Mai 2019 23:15
Bei der Europawahl in Brandenburg ist die AfD stärkste Partei geworden. Auch in Sachsen deutete sich ein möglicher Sieg der AfD an. In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegt jeweils die CDU vor der AfD.

Bei der Europawahl in Brandenburg ist die AfD stärkste Partei geworden. Nach Auszählung fast aller Wahlbezirke lag die AfD am Sonntagabend bei 20 Prozent – vor der CDU mit 18 Prozent. Die in dem Bundesland regierende SPD lag zu diesem Zeitpunkt mit 17,2 Prozent nur an dritter Stelle. Die AfD hat damit ihr Ergebnis bei der Europawahl von 2014, als sie erstmals antrat, mehr als verdoppelt.

Auch in Sachsen deutete sich ein möglicher Sieg der AfD bei der Europawahl an. Nach Auszählung von 396 der insgesamt 419 Gemeinden lag die AfD am Sonntagabend bei 28,8 Prozent. Die im Land regierende CDU kam mit 26,3 Prozent erst an zweiter Stelle. Allerdings waren erst rund 62 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten erfasst, und auch die Großstädte Leipzig und Dresden waren noch nicht ausgezählt.

Hat Görlitz künftig einen AfD-Oberbürgermeister?

In zwei bereits komplett ausgezählten sächsischen Landkreisen – dem Erzgebirgskreis und dem Kreis Görlitz – sowie in der Stadt Chemnitz war die AfD stärkste Kraft. Im Landkreis Leipzig lag die CDU vorn. Im Fokus steht auch die Oberbürgermeisterwahl in Görlitz, der Heimat von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), wo ebenfalls ein AfD-Kandidat antrat.

In Thüringen blieb die CDU bei der Europawahl landesweit vor der AfD stärkste Partei. Nach Auszählung der allermeisten Wahlbezirke lagen die Christdemokraten bei 24,8 Prozent. Die AfD kam zu diesem Zeitpunkt auf 22,6 Prozent und konnte ihr Wahlergebnis im Vergleich zur Europawahl 2014 etwa verdreifachen.

Auch in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern war die CDU nach Auszählung fast aller Wahlbezirke bei der Europawahl stärkste Partei vor der AfD.

In Brandenburg, Sachsen und Thüringen gelten die Europawahl und auch die Kommunalwahlen vom Sonntag als wichtiger Stimmungstest vor den Landtagswahlen im Spätsommer und im Herbst. Im schwarz-rot regierten Sachsen und im rot-rot regierten Brandenburg werden am 1. September neue Landtage gewählt, in Thüringen mit seiner rot-rot-grünen Koalition steht die Wahl am 27. Oktober an. In allen drei Ländern kann die AfD deutliche Zugewinne erwarten. Die derzeitigen Regierungen haben aktuell keine Mehrheit. (afp)

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