AfD-Fahnen.Foto: Daniel Karmann/dpa

AfD im Osten auf dem Weg zur Volkspartei: Bei Europawahlen in Sachsen und Brandenburg stärkste Kraft

Epoch Times27. Mai 2019 Aktualisiert: 27. Mai 2019 13:59

Im Osten ist die AfD auf dem besten Weg zur Volkspartei. Bei den Europawahlen ist die AfD in Sachsen und Brandenburg stärkste Kraft geworden.

Nach dem vorläufigen Ergebnis liegt die AfD in Sachsen mit 25,3 Prozent an erster Stellte. Die im Land regierende CDU kommt mit 23 Prozent erst an zweiter Stelle.  Damit konnte die AfD ihr Ergebnis bei der Europawahl von 2014 mehr als verdoppeln.

Der sächsische AfD-Chef Jörg Urban sieht seine Partei bei den Wählern endgültig etabliert. „Die Menschen vertrauen der AfD vertrauen, eine verantwortungsvolle Politik zu machen“, so der Politiker. „Das wollen wir nach der Landtagswahl auch gern tun.“

Brandenburg AfD vor CDU ansonsten auf Platz 2

In Brandenburg kam die AfD auf 19,9 Prozent und gewinnt vor der CDU mit 18 Prozent. In den anderen ostdeutschen Bundesländern kam die AfD jeweils auf Platz zwei.

Auf Platz drei folgte in Sachsen die Linkspartei mit 11,7 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 10,3 Prozent. Die SPD lag mit 8,6 Prozent auf Platz fünf vor der FDP mit 4,7 Prozent.

Die in Brandenburg regierende SPD lag mit 17,2 Prozent nur an dritter Stelle.  Grüne und Linke teilen sich mit jeweils 12,3 Prozent den vierten Platz, die FDP kam auf 4,4 Prozent.

Thüringen bleibt CDU stärkste Partei

In Thüringen blieb die CDU bei der Europawahl landesweit vor der AfD stärkste Partei. Die Christdemokraten lagen bei 24,7 Prozent. Die AfD kam auf 22,5 Prozent und konnte ihr Wahlergebnis im Vergleich zur Europawahl 2014 etwa verdreifachen.

In Sachsen-Anhalt war die CDU mit 23,2 Prozent stärkste Partei vor der AfD mit 20,4 Prozent. In  Mecklenburg-Vorpommern erhielt die CDU 24,5 Prozent, gefolgt von der AfD mit 17,7 Prozent.

Stimmungstest vor den Landtagswahlen im Spätsommer und Herbst

In Brandenburg, Sachsen und Thüringen gelten die Europawahl und auch die Kommunalwahlen vom Sonntag als wichtiger Stimmungstest vor den Landtagswahlen im Spätsommer und im Herbst.

Im schwarz-rot regierten Sachsen und im rot-rot regierten Brandenburg werden am 1. September neue Landtage gewählt, in Thüringen mit seiner rot-rot-grünen Koalition steht die Wahl am 27. Oktober an.

AfD kann Zugewinne erwarten

In allen drei Ländern kann die AfD deutliche Zugewinne erwarten. Die derzeitigen Regierungen haben aktuell keine Mehrheit.

In Sachsen stand auch die Oberbürgermeisterwahl in Görlitz, der Heimat von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), im Fokus. Laut vorläufigem Ergebnis erhielt der AfD-Kandidat Sebastian Wippel 36,4 Prozent der Wählerstimmen, der CDU-Bewerber Octavian Ursu kam auf 30,3 Prozent. Im Juni steht nun eine Stichwahl an.

AfD: Union muss sich unterordnen, wenn wir mitregieren

Zu möglichen Koalitionen nach der Landtagswahl in Sachsen am 1. September sagte Urban, die AfD werde nur mitregieren, wenn die Union sich unterordne.

„Für uns kommt eine Zusammenarbeit mit einer CDU nur infrage, wenn wir unsere wesentlichen politischen Forderungen durchsetzen können.“ Die Union müsse sich intern ein ganzes Stück revidieren.


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