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AfD-Chef Meuthen: "Rechtsextremisten dulden wir in unseren Reihen nicht"

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Jörg Meuthen.

Foto: MICHELE TANTUSSI/AFP/Getty Images

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Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen bemüht sich weiterhin, Distanz zu Rechtsextremisten zu demonstrieren. „Rechtsextremisten dulden wir in unseren Reihen nicht“, sagte er am Sonntag im ARD-„Sommerinterview“. „Die sehr, sehr wenigen, die wir je entdeckt haben, sind samt und sonders raus aus der Partei“ oder hätten ein laufendes Parteiausschlussverfahren.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) stuft unter anderem den inzwischen offiziell aufgelösten „Flügel“ der AfD als rechtsextremistisch ein. Die Mitglieder der ehemaligen Gruppierung werden weiterhin vom BfV beobachtet. Meuthen sagte am Sonntag über diese Parteimitglieder, es seien „nicht alles unvernünftige Menschen, keineswegs“.
Zu den Plänen der AfD für die Bundestagswahl äußerte sich Meuthen nur vage. Auf die Frage, ob die Partei einen Kanzlerkandidaten aufstellen werde, sagte er, daran habe er „wirklich noch keinen Gedanken verschwendet“. Er denke aber, dass ein solches Vorgehen „nicht klug wäre“, da die AfD nach der Wahl „absehbar“ nicht den Bundeskanzler stelle.
Auch zur Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl wollte sich Meuthen nicht äußern. Darüber müssten die Parteimitglieder entscheiden. Es sei auch noch offen, ob es einen einzelnen Spitzenkandidaten oder ein Duo geben werde.
Die Umfragewerte der AfD sind in der Corona-Krise deutlich gesunken. In einer aktuellen Erhebung für die „Bild am Sonntag“ liegt die Partei bei lediglich zehn Prozent. Anfang des Jahres hatte die AfD teils 15 Prozent erreicht. (afp)