AfD in Sachsen doppelt so stark wie SPD – Schwarz-Rot ohne Mehrheit

Von 8. Dezember 2017 Aktualisiert: 8. Dezember 2017 17:42
Vor kurzem erst konnte die Alternative für Deutschland in Thüringen auf sagenhafte 20 Prozent ansteigen. Doch selbst das kann die sächsische AfD noch toppen mit sage und schreibe 23 Prozent. Noch verblüffender: damit ist sie bereits fast doppelt so stark wie die „Sozialdemokraten“ und Schwarz-Rot hat keine Mehrheit mehr.

Während die SPD diese Tage ihren Selbstfindungskurs auf dem Bundesparteitag in Berlin abhält, bricht sie in Sachsen immer weiter ein, fällt dort seit Ende Oktober von 14 Prozent noch weiter auf jetzt 12. Ganz anders die AfD, die nochmals zulegen kann von zuletzt 21 auf jetzt 23 Prozent. Dies ist der zweithöchste jemals gemessene Wert der Sachsen-AfD und damit ist die Alternative für Deutschland tatsächlich fast doppelt so stark wie die SPD.

Wären jetzt Landtagswahlen, könnten die Parteien laut IM Field im Auftrag der Sächsichen Zeitung (1.000 Befragte) in etwa mit folgenden Ergebnissen rechnen (in Klammern die Gewinne/Verluste gegenüber der letzten Landtagswahl am 31.08.2014):

  1. CDU: 33 % (- 6,4)
  2. AfD: 23 %  (+ 13,3)
  3. LINKE: 18 % (- 0,9)
  4. SPD: 12 % (- 0,4)
  5. FDP: 7 % (+ 3,2)
  6. GRÜNE: 4 % (- 1,7)
  7. Sonstige: 3 % (- 7,1)

2017-12-07

Schwarz-Rot ohne Mehrheit

Die schwarz-rote Landesregierung, die bisher vom CDU-Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich angeführt wurde, hat damit mit nur noch 45 Prozent gegenüber 48 Prozent von AfD, Linkspartei und FDP, mithin keine Mehrheit mehr. Bliebe es bei diesem Stand, dann müssten CDU und SPD sich noch einen dritten Partner mit ins Boot holen, um eine Mehrheit zustande zu bringen, zum Beispiel die FDP.

Eine Regierungsbildung gegen die AfD dürfte von Jahr zu Jahr schwerer werden und wenn diese noch mehr steigen sollte, irgendwann kaum noch möglich.

Der Beitrag erschien zuerst auf Jürgen Fritz-Blog.

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