AfD nach Umfragen stärkste Kraft – Mit ihnen im Boot sitzen will bisher aber keiner

Epoch Times13. August 2019 Aktualisiert: 13. August 2019 17:22
Treffen sich - fiktiv - die Spitzenpolitiker der Parteien von Brandenburg zu einer Bootstour im Spreewald – wer würde dann bei wem mit ins Boot steigen? Koalitionsgeplänkel einmal anders formuliert.

Die Spitzenkandidaten zur Brandenburger Landtagswahl am 1. September trafen am gestrigen Montag in einer ersten großen Runde aufeinander – Und zwar im Rahmen einer Talkrunde der „Märkischen Allgemeinen“ in Potsdam, wo es um den Windkraftausbau ging.

Eine neugierige Frage an die Spitzenkandidaten, welchen Partner sie in einem Paddelboot zu einer Tour durch den Spreewald mitnehmen würden, sorgte für teilweise kontroverse Konstellationen. Diese sorgten für den ein oder anderen Lacher.

So lud CDU-Mann Ingo Senftleben die Grünen-Politikerin Ursula Nonnemacher in sein Boot ein. Er sitze hinten ließ er verlauten und könne den Kurs vorgeben.

Die Grünen-Politikerin Nonnemacher hingegen wählte die Linken-Politikerin Kathrin Dannenberg. Sie kommentiert dazu: „Frauen können gut miteinander harmonieren. Unter Frauen geht es nicht so viel darum, wer der Bessere ist“. Dazu ergänzt Danneberg, dass wenn ein Dritter gebraucht werde, man ja gucken könne, wer noch von den Männern im Boot sitze.

SPD-Mann Dietmar Woidke sprach ebenfalls die Linken-Politikerin an, um eine „bewährte Partnerschaft“ von Rot-Rot fortzusetzen. SPD und Linke regieren bereits seit 2009 in Brandenburg. Vorher war die CDU am „Steuer“.

Peter Vida von den „Freien Wählern“ liebäugelt mit der SPD: „Rein menschlich wäre ich gerne mit Herrn Woidke unterwegs. Und wir paddeln leistungsstark.“

AfD: „Realistisch betrachtet müsste ich wahrscheinlich die Paddeltour verschieben“

AfD-Mann Andreas Kalbitz äußert: „Zum jetzigen Zeitpunkt – realistisch betrachtet müsste ich wahrscheinlich die Paddeltour verschieben. Das wird sich aber ändern“. Aktuell lehnen alle Fraktionen – zumindest in der Öffentlichkeit – eine Koalition mit der AfD ab.

FDP-Mann Hans-Peter Goetz ist nicht wählerisch und nennt gleich drei Wunschkandidaten: „Grüne, SPD und CDU.“

Einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ (MAZ) zur Folge kommt die AfD aktuell auf 21 Prozent, die CDU auf 18 Prozent, die SPD auf 17 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 16 Prozent und der Linken mit 14 Prozent. Die FDP käme auf 5 Prozent und kann sich somit Hoffnung auf den Wiedereinzug in den Landtag machen.

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