Der umstrittene Thüringer AfD-Chef Björn Höcke.Foto: Screenshot Youtube

AfD-Politiker und Ex-Lehrer Björn Höcke soll nicht mehr unterrichten dürfen

Epoch Times17. Januar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 0:00
Die hessische Landesregierung hat angekündigt, alles dafür zu tun, dass Thüringens AfD-Chef Björn Höcke in Zukunft nicht mehr in Hessen als Lehrer arbeiten kann.

Höcke hatte früher als Oberstudienrat Sport und Geschichte im nordhessischen Bad Sooden-Allendorf unterrichtet. Bis 2019 ist er in den Thüringer Landtag gewählt. Nun sagte der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) zur Hessischen Rundschau, er wolle „alles dafür tun“ um Höckes Rückkehr in den Schuldienst verhindern.

"Sollte Herr Höcke nach seiner Tätigkeit im Thüringer Landtag wieder in den hessischen Schuldienst zurückkehren wollen, werde ich unter Beachtung beziehungsweise Einhaltung aller rechtlichen Voraussetzungen und im Rahmen meiner Möglichkeiten alles dafür tun, dass Herr Höcke nicht mehr Unterricht an einer unserer Schulen erteilt", so Lorz.

Erst am Mittwoch in Erfurt hatte Höcke bei einer Großdemo wieder einen Erfolg als Redner gefeiert und scharfe Kritik an der Merkel-Regierung geübt. 2.400 Zuhörer hatte er offiziell, Anonymous schätzte dagegen 10.000 Teilnehmer und stellte Beweisfotos online. (Siehe hier.)

Umstrittener AfD-Politiker

Der 43-jährige Partei- und Fraktionschef der AfD in Thüringen gilt in der AfD als Rechtsaußen-Figur und wurde wegen seiner Aussagen mehrfach von der Parteispitze getadelt. Nachdem er im November in einem Vortrag über das seiner Ansicht nach unterschiedliche Fortpflanzungsverhalten von europäischen und afrikanischen Menschen gesprochen hatte, welches zu einem Andrang auf die europäischen Grenzen führe, sagte AfD-Vize Jörg Meuthen dazu: "Seine Ausführungen sind sachlich unsinnig, entbehren wissenschaftlicher Substanz und laden zu Fehldeutungen als rassistische Aussagen geradezu ein." Sie seien eine "politische Torheit".

Auch dass Höcke dem französischen Front National zu seinem Erfolg bei den Regionalwahlen gratuliert habe, sei ebenfalls "falsch und unangemessen" gewesen, berichtet die Welt.

Höcke schade damit dem Erscheinungsbild der AfD und gefährde die Einheit der Partei.

Er gilt als gefährlicher Rivale Frauke Petrys. (rf /dts)



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