Afghane klagt gegen aggressive Landsleute: „Afghanistan ist wieder ins Mittelalter zurückgefallen“

Epoch Times14. März 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 23:10
Sexuelle Übergriffe auf Frauen und Mädchen in Deutschlands Badeanstalten häufen sich im Zusammenhang mit der Migrationskrise: kultureller Unterschied oder Folge von radikal islamischen Hintergründen? Manche der Männer, die als Flüchtlinge und Migranten nach Deutschland kommen, können oder wollen sich nicht beherrschen, wenn sie hier leicht bekleidete Frauen sehen, wie zum Beispiel beim Baden, und verursachen damit Unfrieden.

Dabei schämen sich viele der Flüchtlinge für die Taten dieser "bösen Menschen", wie es ein Grundschullehrer aus Aleppo nach den Kölner Sex-Attacken zu Silvester ausdrückte. Er und eine Gruppe Syrer retteten eine amerikanische Studentin aus den Fängen des Sex-Mobs.

Auch ein junger afghanischstämmiger Reporter in Deutschland, Mohammad Shoaib Razayi, ist wütend, wütend auf seine männlichen Landsleute. In einem Artikel im "Hamburger Abendblatt" beschreibt er seine Sichtweise auf die Vorkommnisse und die Gründe für das Fehlverhalten mancher Afghanen in Deutschland.

Ein Badeausflug an den See

Der junge Mann erinnerte sich an seinen ersten Ausflug mit seiner Gastfamilie an einen See in Niedersachsen. "Dort waren selbstverständlich auch Frauen in Badeanzügen und Bikinis. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen. In Afghanistan, wo ich herkomme, sind die meisten Frauen verschleiert, tragen etwa eine blaue Burka", so Razayi.

Da er in einer liberalen Familie aufgewachsen sei, sei dies für ihn "trotzdem nicht seltsam" gewesen. An diesem ersten Badetag in Deutschland geschah Folgendes: Die Mutter der Gastfamilie wollte nicht mit ihm und dem anderen anwesenden Flüchtling zusammen ins Wasser schwimmen gehen, sondern ging an einer weit entfernten Uferstelle baden.

Der junge Afghane dachte, dass sie das tat, weil sie glaubte, "dass wir als junge Männer aus Afghanistan damit nicht zurechtkommen würden, sie so leicht bekleidet zu sehen".

Er empfand dies als "Verstecken" und für unnötig, aus seiner Sicht zumindest. Für manch andere Flüchtlinge könnte eine solche Situation durchaus verstörend sein, wahrscheinlich sogar für viele oder sogar fast alle, die in den "vergangenen 20 oder 25 Jahren in Afghanistan aufgewachsen sind", so Mohammad Shoaib Razayi, der die von den Taliban aufgezwungene Schulbildung dafür verantwortlich macht.

Von talibanischen Koranschulen geprägt

"Diese Männer sind als Jungen nämlich nicht auf eine normale Schule gegangen, sondern auf eine Koranschule in einer Moschee", sagte er. Dort hätten die aus Pakistan gekommenen Taliban das islamische Recht gelehrt, beziehungsweise ihre fanatische Auslegung davon. Afghanistan sei wieder ins Mittelalter zurückgefallen.

Doch auch in Afghanistan gebe es Internet und Fernsehen, Nachrichten und Bilder aus der westlichen Welt, "eine Welt, in der Frauen im Badeanzug schwimmen gehen können oder unbekleidet oder in einem Ganzkörper-Anzug oder gar nicht. Freiheit eben", so Razayi.

Die Männer wüssten, dass sie in ein anderes Land mit einer anderen Kultur gekommen seien. "Dass sich Flüchtlinge an der Nord- und Ostsee daneben benehmen, Frauen fotografieren und sie damit belästigen", sei inakzeptabel und zwar ohne Ausnahme, bestätigte der junge Afghane.

Die hoffnungslosen Fälle müssen das Land verlassen

Der Reporter findet es wichtig, jetzt mit Info-Broschüren auf Arabisch zu arbeiten. Dies würde auf viele Männer Wirkung haben, für manch andere sehe er allerdings keine Hoffnung, für all jene, die an eine "völlig verzerrte und abartige Auslegung des Islam glauben".

Diese würden auch nicht die Inhalte einer Infobroschüre akzeptieren. Das mache für ihn und für alle, die sich hier integrieren wollen, das Leben schwerer, als es ohnehin schon sei.

Doch damit die Menschen in Deutschland nicht denken, dass sich alle Flüchtlinge so verhalten würden, müssten solche "hoffnungslosen Fälle" aus seiner Sicht "das Land verlassen".

Deutschlands Schwimmbäder nicht mehr sicher?

Einer der jüngsten Vorkommnisse in einem Schwimmbad fand im norddeutschen Norderstedt statt, als zwei afghanische Asylbewerber (34, 14) zwei Mädchen im Alter von 14 und 18 Jahren an den Rutschen des Erlebnisbades "Arriba" auflauerten und sie sexuelle missbraucht hatten.

Die beiden Tatverdächtigen wurden von der Polizei dingfest gemacht und die Videoaufnahmen der Überwachungskameras zur Aufklärung ausgewertet. Auch die Staatsanwaltschaft nahm die Vorwürfe ernst und erließ sofort Haftbefehl wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr. Wie wir berichteten, gingen die Vorkommnisse so weit, dass der rechtliche Tatbestand der Vergewaltigung erreicht wurde.

Veränderungen des gesellschaftlichen Lebens

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Das Freizeitbad reagierte mit als Badegäste getarnten Sicherheitskräften. "Sie werden schwimmen, rutschen und im Liegestuhl sitzen und können so das Geschehen direkt im Blick haben", sagte ein Sprecher der Stadt.

Auch eine zeitweis Sperrung der Rutschen und anderer Attraktionen für Männer wurde eingeführt. Diese, wie auch der Wildwasserkanal, sollen testweise mit Zeitfenstern für Frauen und Kinder ausgerüstet worden sein. Ob Väter mit ihren kleinen Söhnen und Töchtern in dieser Zeit rutschen dürfen, scheint daher fraglich. (sm)

Siehe auch:

Schwimmbad Oberhausen: Drei Mädchen begrapscht – Acht Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß

Norderstedt: Afghanen im Erlebnisbad "Arriba" verhaftet – Vorwurf der Vergewaltigung

Straubing: Afghanen belästigen 17-jährige Mädchen in Thermalbad