Ein Bundeswehrsoldat begeleitet die Ausbildung kurdischer Peschmerga in Erbil.Foto: Michael Kappeler/dpa/dpa

Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr geht unverändert weiter, obgleich die USA ihre Truppen abzieht

Epoch Times22. März 2020 Aktualisiert: 22. März 2020 9:23
"Das Afghanistan-Mandat gilt unverändert weiter, sowohl was die Aufgabe betrifft als auch den Umfang der Kontingents. Es geht um eine Ausbildungsmission, maximal 1.300 Soldaten dürfen im Einsatz sein", erklärt der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Wolfgang Hellmich (SPD).

Deutschland bleibt dabei, vorerst nichts am Bundeswehr-Mandat für Afghanistan zu ändern, obgleich die USA ihren Abzug spätestens in vierzehn Monaten angekündigt haben. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Wolfgang Hellmich (SPD), sagte der Zeitung: „Das Afghanistan-Mandat gilt unverändert weiter, sowohl was die Aufgabe betrifft als auch den Umfang der Kontingents. Es geht um eine Ausbildungsmission, maximal 1.300 Soldaten dürfen im Einsatz sein. In diesem Rahmen sind Anpassungen jederzeit möglich, etwa wenn das Kontingent verkleinert wird. Ohnehin ist klar: Der Einsatz wird enden, wenn die USA einen Komplettabzug ihres Kontingentes vollziehen.“

Hellmich machte in der FAS aber auch darauf aufmerksam, dass die Bundesrepublik auch nach Abzug der Truppen für Afghanistan eine wichtige Funktion hat: „Deutschland pflegt lange schon intensive Beziehungen zu Afghanistan, deshalb soll die Bundesrepublik zusammen mit Norwegen und Katar helfen, den Friedensprozess in Gang zu setzen. Dazu gehören natürlich auch Gespräche mit den Taliban.“

Der Verteidigungsexperte der Unionsfraktion, Henning Otte, sagte der FAS: „Wir stehen in enger Abstimmung auf NATO-Ebene und direkt mit den Amerikanern. Unser Ziel bleibt, zu einer selbsttragenden Sicherheit in Afghanistan zu kommen. Die Friedensverhandlungen mit den Taliban geben eine neue Perspektive, aber wir fordern eine enge Einbeziehung der afghanischen Regierung.“

Die CDU-Politikerin Gisela Manderla, die sowohl im Auswärtigen Ausschuss als auch im Verteidigungsausschuss sitzt, wird in der FAS mit den Worten zitiert: „Angesichts der nach wie vor schwierigen Sicherheitslage ist es notwendig, dass wir unseren Einsatz in Afghanistan vorerst fortsetzen.“ Manderla fügte hinzu: „Die Amerikaner wählen einen neuen Präsidenten, da ist es im Moment schwer vorauszusehen, wie es mit den amerikanischen Truppen in Afghanistan weitergeht.“ (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion