Fläschchen mit Biontech Pfizer Impfstoff warten auf ihren Einsatz.Foto: Dinendra Haria/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa/dpa

Aktionen, Prämien und mehr: Corona-Impfquote soll steigen

Epoch Times18. September 2021 Aktualisiert: 18. September 2021 9:03
Politiker und Verbände überbieten sich mit Vorschlägen, wie sich die Impfquote erhöhen lässt. Gelingt es, den Anteil der Geimpften zum Herbst noch einmal deutlich zu steigern?

Nach der Aktionswoche für Corona-Impfungen fordert der Städtetag eine Fortsetzung der kreativen Maßnahmen. „Gelegenheit macht Impfungen. Umso wichtiger ist es, dass es diese wirksamen Angebote auch nach dem Ende der Impfzentren zum 1. Oktober 2021 gibt“, sagte Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Die Landesregierungen müssen dafür jetzt ihre Pläne auf den Tisch legen.“

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält trotz ursprünglicher Skepsis sogar eine staatliche Impfprämie für sinnvoll. „Aus meiner Sicht sollten wir in der Situation, in der wir sind, kein Mittel ausschließen, um mehr Menschen zum Impfen zu bewegen“, sagte Lauterbach der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag). „Andernfalls droht uns ein schwieriger Herbst.“

Der Kassenärztechef Andreas Gassen wiederum sprach sich für das Ende aller Corona-Beschränkungen zum 30. Oktober als Anreiz zum Impfen aus. „Nach den Erfahrungen aus Großbritannien sollten wir auch den Mut haben zu machen, was auf der Insel geklappt hat“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Meine Wette: Dann sind wir Ende Oktober bei einer Impfquote von 70 Prozent oder noch höher, weil sehr viele Menschen das Angebot dann doch schleunigst annehmen werden.“

Für Status „Genesen“ ist ein positiver PCR-Test erforderlich

In der vergangenen Woche hatten Bund, Länder und Kommunen möglichst niedrigschwellige Angebote gemacht, die Bürger in ihrem Alltag ohne großen Zeitverlust den „Piks“ ermöglichen sollten. Die Quote der vollständig geimpften Menschen ist in Deutschland mit zuletzt 62,8 Prozent niedriger als in einigen anderen europäischen Ländern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Bürgern nach einer unbemerkten Corona-Infektion ermöglichen, dass ein Antikörpertest und eine Impfung bereits als Nachweis für einen vollständigen Impfschutz ausreichen. „Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken“, sagte der Politiker der „Bild“-Zeitung (Samstag). „Mit einem qualitativ hochwertigen Antikörpertest kann man das mittlerweile sicher nachweisen.“

Die Impfverordnungen müssten dafür nicht angepasst werden, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Die neue Regel solle in Kürze auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts bekanntgegeben werden. Bezahlt werden muss der Antikörpertest (circa 20 bis 25 Euro) allerdings selbst. Für den Status „Genesen“, für den keine Impfung erforderlich ist, sei nach wie vor ein positiver PCR-Test als Nachweis erforderlich. Der Status gilt für sechs Monate nach der Infektion – danach ist auch für diese Menschen eine Impfung nötig, um als geschützt zu gelten. (dpa/oz)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion