Alarmierend: Kinderarmut bis 2030 über 40 Prozent in Deutschland

Epoch Times1. März 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 16:48
Die Kinderarmut in Deutschland wächst beständig an. Der Deutsche Kinderschutzbund prognostiziert bis 2030 eine alarmierende Zahl von mindestens vier Millionen Kindern. Zusätzlich kämen noch etwa 500.000 Kinder von Asylbewerbern hinzu. Familie als aussterbende Gesellschaftsform?

"Die Kinderarmut wird weiter steigen – auch bei einer anhaltend guten wirtschaftlichen Lage", sagte jetzt der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers.

Der Kinderschutzbund macht steigende Sozialabgaben und die nicht inflationsgerechten Steuertarife dafür verantwortlich.

Dies führe zu immer weniger Einkommen in den Familien. Trotz Arbeit würden viele Familien staatliche Unterstützung benötigen. Besonders dramatisch zeige sich das in kinderreichen Familien und bei Alleinerziehenden.

Stark ansteigende Kinderarmut in Deutschland

Im Jahr 2000 wurden 1,45 Millionen Kinder zu den Armen gezählt und im Jahr 2014 lagen bereits 2,5 Millionen Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Die Tendenz ist weiterhin steigend.

"Bis 2030 werden mindestens vier Millionen Kinder in Deutschland als arm gelten", zitiert die "Rheinischen Post" Hilgers.

Auch die Migrationskrise trägt ihren Teil dazu bei. Zu den prognostizierten vier Millionen armen Kindern bis 2030, kämen dann noch weitere 500.000 arme Flüchtlingskinder hinzu.

Gleichzeitig sinkende Anzahl Minderjähriger

Eine besonders dramatische Entwicklung sieht der Deutsche Kinderschutzbund durch die sinkende Anzahl der Minderjährigen. Bis 2030 rechnet die Hilfsorganisation mit nur noch zehn Millionen unter 18-Jährigen in Deutschland. Hinzu kämen noch eine Million Flüchtlingskinder.

Von diesen elf Millionen Minderjährigen wären dann 4,5 Millionen unterhalb der Armutsgrenze, also über 40 Prozent.

Um diesem Prozess der wachsenden Kinderarmut entgegenzuwirken fordert der Deutsche Kinderschutzbund eine Grundsicherung für jedes Kind. (sm)

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