Altersvorsorge leidet unter Lohneinbußen in Corona-Krise

Epoch Times14. Mai 2020 Aktualisiert: 14. Mai 2020 15:12

Viele Verbraucher haben in der Corona-Krise Einkommenseinbußen. Betroffene kürzen dabei häufig ihre Beiträge zur Altersvorsorge, um Geld zu sparen, wie das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) am Donnerstag nach einer repräsentativen Befragung mitteilte. Die Absicherung für das Alter sei „einer der Posten, die bei einem finanziellen Engpass zuerst in Frage gestellt werden“.

Gut 2000 Erwachsene wurden im Auftrag des DIA Anfang Mai befragt. Insgesamt jeder Fünfte gab an, im März und April insgesamt weniger Einkommen zur Verfügung gehabt zu haben. 19 Prozent der von Lohneinbußen betroffenen Verbraucher kürzten demnach die Sparrate für ihre Altersvorsorge oder stellten das Sparen vorerst ganz ein. 13 Prozent kürzten Beiträge zu einer Versicherung oder kündigten.

„Kürzungen bei diesen Verträgen entfalten in aller Regel erst in ferner Zukunft ihre Wirkung und fallen damit leichter“, erklärte das Institut. Das DIA riet Verbrauchern aber, entsprechende Verträge nicht ganz aufzugeben. So könnten die Einzahlungen nach einer Verbesserung der finanziellen Lage wieder aufgenommen und die ausgefallenen Raten womöglich sogar nachgezahlt werden.

Ein weiteres Ergebnis der DIA-Umfrage: Unter Alleinlebenden waren mit 17 Prozent unterdurchschnittlich viele Befragte von Lohneinbußen betroffen, bei Haushalten mit vier Personen betrug der Anteil dagegen 28 Prozent. „Offenkundig mussten Eltern wegen der häuslichen Betreuung der Kinder Abstriche an der Erwerbstätigkeit machen“, vermutete das Institut. (afp)

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