Amal Clooney vertritt jesidische IS-Sex-Sklavin Nadia Murad in Den Haag vor Gericht

Von 21. September 2016 Aktualisiert: 21. September 2016 10:31
Große Sorgen macht sich derzeit Hollywood-Superstar George Clooney um die Sicherheit seiner Frau. Die Menschenrechtsanwältin Amal Clooney vertritt die in Baden-Württemberg lebende ehemalige Sex-Sklavin der Islam-Terroristen und kürzlich neu ernannte "Sonderbotschafterin für die Würde der Opfer von Menschenhandel", Nadia Murad (23), vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Auch in Deutschland bekam Murad Drohungen mit der Aussage: "Wir kriegen Dich!"

Nadia Murad ist heute 23 Jahre alt. Die Jesidin wurde im August 2014 von Kämpfern des Islamischen Staates aus ihrem Heimatdorf im Nord-Irak entführt. Bei dem Überfall auf das Dorf starben ihre Mutter und sechs Brüder. Insgesamt verlor sie 40 Familienmitglieder durch die Islam-Terroristen, berichtet „Wikipedia“.

Schon in den ersten drei Monaten in Mossul wurde die damals 21-Jährige sexuell versklavt, mehrfach vergewaltigt und gefoltert. Mithilfe einer Familie gelang ihr die Flucht in ein Flüchtlingslager im kurdischen Grenzgebiet nahe Dohuk, wo sie im März 2015 von Baden-Württembergs Programm zur Rettung vergewaltigter Frauen und Kinder aus dem Nordirak hörte. Sie meldete sich mit ihrer Schwester dafür an.

Amal Clooney und Nadia Murad in Den Haag

Am 16. September 2016 wurde Nadia Murad in New York von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zur „Sonderbotschafterin für die Würde der Opfer von Menschenhandel“ ernannt. Bereits im Januar wurde die tapfere junge Jesidin für den Friedensnobelpreis 2016 nominiert.

Nun vertritt Amal Clooney, die Ehefrau des Hollywoodstars George Clooney, die junge Jesidin vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Die Anwältin will laut „SWR“ das Anliegen der Jesidin vor den Strafgerichtshof bringen und damit erreichen, dass die Verbrechen an den Jesidinnen als Völkermord anerkannt und die Täter verurteilt werden.

Doch sicher ist Nadia Murad auch in Deutschland nicht. Nach ihrer Flucht bekam die Jesidin mehrfach Drohbriefe von IS-Leuten. Die eindeutige Aussage: „Wir kriegen Dich!“

Ehepaar Clooney: Sozial aktiv

Amals Ehemann, George Clooney, macht sich deshalb auch große Sorgen um seine Frau.

„Natürlich habe ich vorher mit George darüber gesprochen“, sagte Amal Clooney im Interview mit dem US-Sender NBC.

Wir sind uns beide bewusst, dass dieser Fall mit Risiken verbunden ist.“ 

(Amal Clooney, Menschenrechtsanwältin)

Ihr Mann habe Verständnis für ihr Engagement, „den schließlich ist das mein Job“, so die Anwältin. Mit dem verglichen, was die nach ihrer Befreiung als Asylbewerberin in Baden-Württemberg lebende Nadia Murad durchgemacht habe und immer noch durchmache, sei das Risiko vergleichsweise gering, betonte Amal Clooney einem Bericht des „Berliner Kurier“ zufolge.

George Clooney selbst ist für sein Engagement gegen Krieg und für den Klimaschutz bekannt. 2008 wurde er vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, zum UN-Botschafter des Friedens ernannt. Clooney reiste mehrfach in die sudanesische Krisenregion Darfur, um auf die dortigen Missstände aufmerksam zu machen. (sm)

Siehe auch:

Rettungsprogramm für vergewaltigte Frauen und Kinder aus dem Nordirak

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