Angriff nach Urteil: Asylbewerber schlägt Richter nieder – Experte empfiehlt Psychiatrieunterbringung für 8.400 €/Monat

Von 27. Oktober 2016 Aktualisiert: 27. Oktober 2016 10:33
Die Hauptverhandlung beim Landgericht Essen am gestrigen Mittwoch gegen einen Nordafrikaner nahm eine rapide Wende. Nachdem der Vorsitzende Richter das Urteil verkündete, griff ihn der angeklagte Mann aus Eritrea mit einem Papierkorb an und verletzte ihn derart am Kopf, dass der Notarzt kommen musste. Der Richter wurde in eine Fachklinik eingeliefert.

Die Anklage gegen den Eritreer bezog sich auf mehrere Aktivitäten des Mannes.

In der Silvesternacht 2016 drehte er eine Feuerwerksbatterie von Feiernden bewusst um, worauf die Raketen in eine Menschenmenge von etwa 80 Personen flogen. Zwei Personen wurden verletzt.

Des Weiteren wurde dem Mann zweifache Brandstiftung vorgeworfen. Am 12. April zündete er in seinem Zimmer im Dachgeschoss eines Übergangswohnheims die Bettwäsche an. Angeblich wollte er sich umbringen. Das Zimmer brannte aus.

Zuvor wohnte er im Erdgeschoss eines Übergangswohnheims. Das Zimmer brannte am 3. April aus. Er bestritt, das Feuer gelegt zu haben, dies habe ein „Deutschmann“ gemacht.

Im Mai griff er in Untersuchungshaft zwei JVA-Bedienstete mit Schlägen an und verletzte sie. Der Tatvorwurf der Körperverletzung wurden zu den Brandstiftungen hinzugefügt.

Angriff nach dem Urteil

Dafür verurteilte der Vorsitzende Richter der 16. Großen Strafkammer am Landgericht Essen in der Verhandlung vom Mittwoch den Nordafrikaner zu sieben Monaten Haft ohne Bewährung. Nachdem der Richter gegen 15 Uhr das Urteil verlas, nahm der Asylbewerber dieses zunächst auch an.

Doch plötzlich griff sich der Angeklagte einen Papierkorb und schlug diesen heftig auf den Kopf des Richters. Der Angegriffene ging zu Boden.

Der Angriff erfolgte so überraschend, dass die beiden anwesenden Justizwachtmeister nicht mehr rechtzeitig eingreifen konnten. Alle Anwesenden im Saal seien von der Tat wie gelähmt gewesen, berichtete der „Lokalkompass Essen“.

Alarm im Gericht

Es wurde Alarm ausgelöst. Mehrere Justizwachtmeister eilten zur Unterstützung heran und brachten den verurteilten Asylbewerber unter Kontrolle.

Der alarmierte Notarzt übernahm die Erstversorgung des verletzten Richters vor Ort. Anschließend wurde der Verletzte in eine Fachklinik abtransportiert.

Auffälliges psychisches Verhalten

Die Aussagen und das „auffällige Verhalten“ des Angeklagten veranlassten das Gericht, einen Sachverständigen für forensische Psychiatrie hinzuzuziehen, so die Nachrichtenseite.

Der Spezialist kam zu dem Ergebnis, dass der Eritreer unter einer paranoiden halluzinatorischen Psychose leide und als schuldunfähig angesehen werden müsse.

Psychiatrieplatz für 8.400 Euro im Monat

Er schloss weitere erhebliche Straftaten nicht aus und empfahl dem Gericht eine Dauerunterbringung in einer geschlossenen forensischen Psychiatrie.

Die Kosten hierfür trägt die Gesellschaft. Der Tagespflegesatz für einen Patienten im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie liegt nach Angaben des Landschaftsverbandes bei derzeit 278,88 Euro, was einen Monatsbetrag von rund 8.400 Euro entspricht.

Während der Verhandlung ließ der Asylbewerber immer wieder von seinem Dolmetscher ausrichten, dass er in sein Heimatland Eritrea zurück wolle. Er fühle sich hier von Kameras beobachtet. In seinem Bauch wären auch Kameras, die ihn kontrollieren würden, so der Nordafrikaner.

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