ARD plant eigene Abteilung gegen Fake-News/Falschmeldungen – AfD: Wahrheitsministerium wird Realität

Von und 20. January 2017 Aktualisiert: 20. Januar 2017 20:03
Die ARD will systematisch gegen Fake News vorgehen und plant eine eigene Abteilung, die vom 1. April bis zum November 2017 aktiv werden soll. Viele Medien sind bereits in der "First Draft Coalition" vereinigt, um gemeinsam im Internet kursierende Geschichten verifizieren: Google, Facebook, dpa, Aljazeera, Twitter, "Washington Post“, Reuters, BuzzFeed News, AFP, BBC und NBC ...

Die ARD plant, künftig systematisch gegen „Fake News“ vorzugehen und baut eine eigene „Anti-Fake-News-Einheit“ auf. „Fake News sind ein ernstzunehmendes und virulentes Thema. Die ARD beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie sie sich dagegen wappnen kann“, sagte ein Sprecher des ARD nach einem Bericht der „Krone“ Österreich.

Die ARD-eigene „Anti-Fake-News-Einheit“ soll voraussichtlich in Hamburg angesiedelt werden. Das Hamburger ARD-Studio ist für die „Tagesschau“ und die „Tagesthemen“ zuständig.

Spätestens am 1. April 2017 soll diese Abteilung der ARD die Arbeit aufnehmen. Die vorläufige Dauer ist bis November vorgesehen – bis nach der Bundestagswahl. Dann findet eine Evaluierung statt und es wird „über langfristige Strukturen und Workflows zu Verifikation und Fake News in der ARD entschieden.“

Geht es um die Anzahl der Klicks oder um die Qualität in der Recherche?

In ihrer Kolumne verweist Ulrike Simon vom Redaktionsnetzwerk Deutschland darauf, dass mittlerweile der Klick zum Maß aller Dinge erklärt wird und dort gespart wurde, wo Journalisten ihre eigentliche Aufgabe haben: Bei der Recherche. Und nun gründen sie die Medien Abteilungen, die genau das tun sollen – recherchieren und Meldungen auf den Wahrheitsgehalt prüfen.

Ihr liegt das vorläufige Konzept der ARD zur „Anti-Fake-News-Einheit“ vor. Einer ersten Einschätzung nach benötigt die ARD (Zitat):

  • „Für Monitoring und Listening: zwei Schichten pro Tag zwischen 8 und 22 Uhr.
  • Für Recherche inklusive Austausch in Netzwerken, Faktencheck: zwei Schichten pro Tag zwischen 8 und 22 Uhr.
  • Für die Herstellung plattformoptimierter Formate: ein Grafiker
  • Für die Bereitstellung einer Landing-Page und kontinuierliche Begleitung: circa 80 Webmaster-Tage.“

Dazu kommen IT-Kapazitäten in Support und Servern. Das Konzept wurde durch Kai Gniffke (Chefredakteur von ARD-aktuell) entworfen. Es wird am 27. Januar in der Direktorenkonferenz diskutiert, eine Gründung der Einheit kann im Februar beschlossen werden.

Gemeinsam gegen Fake News: AFP, dpa, Aljazeera, Twitter, Google, Facebook, Reuters, die BBC und NBC

Auch andere Medien haben derartige Einheiten – oder planen diese. BBC kündigte ebenfalls ein eigenes Team zum Schutz vor „Fake News“ an.

Zum anderen gibt es das mehr als 80 Mitglieder zählende Bündnis „First Draft Coalition“ mit renommierten Zeitungen und Fernsehsendern weltweit, wie der New York Times, CNN, BBC und Sky News.

Dazu kommen Nachrichtenagenturen wie dpa, AFP, Bloomberg und Reuters sowie soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Youtube. Selbst die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ist in dem Bündnis zu finden. Aus Deutschland beteiligen sich Zeit-online und die ARD.

Die „First Draft Coalition“ will gemeinsam im Internet kursierende Geschichten verifizieren und die Rechercheergebnisse anschließend veröffentlichen.

Woher kommt der Begriff Fake News?

„Fake News“ scheint ein harmloser Begriff zu sein, der das Internet von Falschmeldungen befreien soll. Doch er ist kein harmloser Begriff, sein Erscheinen ist nicht zufällig und nur im Kontext mit „PizzaGate“ zu verstehen, schreibt RT.

Die Agentur „Media Matters for America“ hypte ab Mitte November den Begriff „Fake News“ und stellte ihn in direkte Verbindung zu „PizzaGate“. Sie stellten sogar eine Petition auf, damit Mark Zuckerberg / Facebook dagegen aktiv wird.

„Media Matters for America“ wurde vom Hillary Clinton Unterstützer David Brock gegründet, David Brock gilt als einer der einflussreichsten Akteure im Demokraten-Spektrum, schrieben US-Magazine.

Gefahr der Zensur

Der Chef des Europarats, Thorbjörn Jagland, warnt indes vor  Zensur von unliebsamen Inhalten im Internet durch Politiker. Gleichzeitig hebt er die Gefahr von Hackerangriffen hervor. Politiker könnten unliebsame Meinungen als „Fake News“ abtun, um Debatten zu einem Thema abzuwürgen, befürchtet Jagland vor der Bundestagswahl.

Bei Inhalten, die nicht klar illegal sind, sollten wir vorsichtig sein.“

(Thorbjörn Jagland, Generalsekretär des Europäischen Rates)

Jagland sorgt sich, dies könne zu einer „Art  Zensur“ werden.

Und was sagt die AfD dazu?

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Woher kommt der Begriff Fake News?

„Fake News“ scheint ein harmloser Begriff zu sein, der das Internet von Falschmeldungen befreien soll. Doch er ist kein harmloser Begriff, sein Erscheinen ist nicht zufällig und nur im Kontext mit „PizzaGate“ zu verstehen, schreibt RT.

Die Agentur “Media Matters for America” hypte ab Mitte November den Begriff „Fake News“ und stellte ihn in direkte Verbindung zu „PizzaGate“. Sie stellten sogar eine Petition auf, damit Mark Zuckerberg / Facebook dagegen aktiv wird.

„Media Matters for America“ wurde vom Hillary Clinton Unterstützer David Brock gegründet, David Brock gilt als einer der einflussreichsten Akteure im Demokraten-Spektrum, schrieben US-Magazine.

Siehe auch:

Fake News – Der Chef des Europarats warnt vor Zensur durch Politiker: “Vorsicht bei nicht klar illegalen Inhalten”

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