„Armes Deutschland“: Grünen-Politikerin fordert Gauland auf, Frankfurter Altstadt zu verlassen

Epoch Times24. May 2018 Aktualisiert: 21. September 2018 10:55
Die Grünen-Politikerin Daniela Cappelluti veröffentliche eine Video, wo sie Alexander Gauland auffordert, die Frankfurter Altstadt zu verlassen. Bastian Bergerhoff als Bundessprecher der Grünen distanziert sich nicht von dem Verhalten der Grünen-Politikerin. Er spricht davon, dass sie wohl "im Überschwang der Gefühle gehandelt hätte."

„Sehr geehrter Herr Gauland, ich würde Sie bitten, die neue Altstadt Frankfurt zu verlassen…“ mit diesen Worten spricht die Kreisvorsitzenden der Frankfurter Grünen, Daniela Cappelluti AfD-Politiker Alexander Gauland an.

Das zeigt ein 50-sekündiger Filmclip, der unter anderem auf Youtube veröffentlicht wurde.

Alexander Gauland ist gerade mit Begleitung in Frankfurt unterwegs, während viele Eintracht Fans ihren Pokalsieg feiern. Durch eine Absperrung schaut er einigen Eintracht-Fans zu die vorbeiziehen. Da beginnt die Grünen-Politikerin ihn lautstark mit heiserer Stimme anzusprechen. Gauland schaut zunächst irritiert, dann geht er ohne Reaktion an ihr vorbei. Gaulands Begleitung äußert: „Nun schreien sie hier mal nicht herum…“ Sie komme vom Pokalspiel begründet Cappelluti ihre unpässliche Stimme.

Offenbar filmt Cappelluti das Geschehen mit ihrem Handy.

Cappelluti: „Den hab ich erfolgreich aus der Altstadt vertrieben, dieser Arsch…“

Der „Focus“ berichtet über ein zweites Video von Cappelluti das sie auf dem Turm des Doms in der Nähe des Römerbergs, wo die Eintracht-Fans den DFB-Pokalsieg feierten, zeigt. Hier „kostet Cappelluti ihre Attacke aus“, schreibt die Zeitung. Mit einem Fan-Schal des Vereins tönt die Grünen-Geschäftsführerin dort: „Den hab ich erfolgreich aus der Altstadt vertrieben, dieser Arsch darf heute nicht dabei sein.“

Bastian Bergerhoff, Sprecher der Frankfurter Grünen, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ auf Anfrage, Cappelluti habe nicht als Repräsentantin der Partei gesprochen. Die Art ihres Vorgehens und die Wortwahl entspreche nicht der „normalen Streitkultur“ der Grünen. Distanzieren wollte Bergerhoff sich aber nicht. Womöglich habe die gebürtige Mailänderin angesichts der emotionalen Stimmung auf dem Römerberg auch einfach „im Überschwang der Gefühle“ gehandelt, so Bergehoff.

Meuthen: „In Frankfurt werden nun Erinnerungen an dunkelste Zeiten wach“

Jörg Meuthen, Bundessprecher der AfD, äußert zu dem Vorfall bei Facebook: „In Frankfurt werden nun Erinnerungen an dunkelste Zeiten wach: Mein Kollege im Amt des Bundessprechers, Dr. Alexander Gauland, zugleich Fraktionschef im Bundestag, wurde von einer Grünen-Politikerin zur unerwünschten Person in der Frankfurter Altstadt erklärt!

„Liebe Leser, was hier gerade in Deutschland passiert, muss gestoppt werden – und zwar sofort. Linksgrüne Ideologen sind dabei, sich über demokratische Grundsätze selbstherrlich hinwegzusetzen, die Meinungsfreiheit zu unterdrücken und damit Menschen vom Miteinander auszuschließen. Man stelle sich nur vor, ein AfD-Politiker hätte sich dies gegenüber einer Grünen-Politikerin erlaubt, was wäre dann (zu Recht!) in den Medien los!“

„Wo ist die grüne Toleranz?“

Die User kommentieren die Aktion der Grünen-Politikerin mit gemischten Gefühlen.

Albert P. kommentiert:

Wie kann sich diese Frau anmaßen, sich als Herrin des öffentlichen Raums aufzuspielen? Welch eine Überheblichkeit. Welch eine Geschmacklosigkeit. Welch eine Selbstüberschätzung. Ganz abgesehen davon, daß es ihr offensichtlich an Benehmen mangelt. Man sollte sich den Namen merken- um nicht in ihre Gesellschaft zu geraten- man müßte sich schämen.“

In den Kommentaren zum Artikel der Mainpost zu Cappellutis Video heißt es:

Von Thomas B:

(…) Es kann nicht sein, dass ein Herr Gauland oder wer auch immer im Privatleben von einer Grünenpolitikerin eines öffentlichen Platzes verwiesen wird. Frau Dr. Merkel hat dafür gesorgt, dass die AfD stärkste Oppositionspartei ist, dann sollen die Damen und Herren der übrigen Parteien schauen, wie man mit demokratischen Mitteln mit dieser Partei umgeht. Dass sich die Grünen von diesem Vorfall nicht distanzieren, zeigt deren Demokratieverständnis, welches sie stets aber von anderen einfordern.“

Von gondelcup:

Offensichtlich gehen den Grünen die politischen Gegenargumente in Ihrem demokratischen Verständnis aus, wenn sie schon zu dem Mittel der Vertreibung des politischen Gegners greifen müssen. Soweit sind sie offensichtlich schon heruntergekommen. Armes Deutschland!!!“

„Spiesheimer“ stellt in seinem Kommentar die Frage: „Ist das jetzt der neue Stil, den die Linken, und Grünen sich so vorstellen?“

Rolf W. schreibt:

Wo ist die grüne Toleranz? Die Professionalität eines Abgeordneten? Wo ist die Entschuldigung? Im Überschwang der Gefühle ist schon mancher Krieg angezettelt worden. In der Politik sollte man sich mit Argumenten begegnen, nicht mit Gefühlen und nicht mit Methoden, die wir gottseidank hinter uns gelassen haben (glauben).“

Ein anderer User schreibt:

„Ich finde die Aktion von Frau Cappelutti albern. Sie reiht sich damit nur in die Rolle derer ein, die andere gerne des Platzes verweisen. Das ist bei der AfD zu beobachten, die es liebt, Journalisten bei ihrer Arbeit zu behindern, in dem sie sie z.B. bei Parteitagen oder Pressekonferenzen aus dem Saal wirft oder gar nicht erst hereinlaesst. Da brandet jedesmal Beifall bei der AfD und ihrer Melange in den sozialen Medien auf. Der Rechtsbruch wird mit Zaehnen und Klauen verteidigt. Das laeuft dann verharmlosend unter Notwehr und aehnlichen abstrusen Entschuldigungen. Dabei wird hier das Presserecht ausgehebelt und die demokratische Willensbildung behindert. Dagegen ist die pubertaere Aktion der Frau Cappelutti noch nicht einmal ein ordentliches tabubrechendes Happening. Ich wundere mich, dass der Politikerprofi Gauland sich ueberhaupt davon beeindrucken liess. Ich haette an seiner Stelle mehr daraus gemacht. Worum sich jetzt angestrengt seine ideologischen Adleven bemuehen.“

Der Internetnutzer „50Hertz“ sieht eine Parallele zu den Vorfällen im Wendtland, wo Linksextremisten sich vor dem Haus eines Staatsschützers versammelten.

„Diese Dame hat den Begriff Demokratie offensichtlich nicht verstanden. Der Vorgang erinnert mich stark an die Linksgrünenfaschisten im Wendland, die vor einem Polizistenhaus „einen Besuch“ abgestattet haben. Grüne in D sind zur Demokratie nicht fähig, sie huldigen nur ihrem grünen Dogma und diese grüne Dame will also bestimmen wer, wann und wie, was besuchen darf.“ (er)

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