SymbolbildFoto: Sean Gallup/Getty Images

Auf Erdogan-Kritik folgt Einschüchterung: Gewerkschaft wirft Türkei Einflussnahme auf deutschen Schulunterricht vor

Epoch Times15. Februar 2017 Aktualisiert: 15. Februar 2017 17:36
Der lange Arm von Erdogan: "Die türkischen Konsulate drängen Eltern dazu, Lehrer einzuschüchtern und Lehrer zu melden, die Kritik an der Türkei oder an Präsident Erdogan üben", beklagt Süleyman Ates, Mitglied im Leitungsteam des GEW-Bundesausschusses Migration.

Aus der Bildungsgewerkschaft GEW wird gegen die türkische Regierung der Vorwurf erhoben, Einfluss auf den Schulunterricht in Deutschland nehmen zu wollen.

„Die türkischen Konsulate drängen Eltern dazu, Lehrer einzuschüchtern und Lehrer zu melden, die Kritik an der Türkei oder an Präsident Erdogan üben“, sagte Süleyman Ates, Mitglied im Leitungsteam des GEW-Bundesausschusses Migration, der „Heilbronner Stimme“ vom Donnerstag laut einer Vorabmeldung.

„Wir wissen sicher von solchen Veranstaltungen in den türkischen Konsulaten in Düsseldorf und Essen – in anderen Städten haben wir von Eltern gehört, dass es auch dort solche Veranstaltungen gegeben haben soll“, fügte Ates hinzu. Nach seinen Angaben organisieren die Konsulate Veranstaltungen für türkische Lehrer- und Elternvereine mit dem Ziel, Kritik an der Türkei und an Präsident Recep Tayyip Erdogan im Unterricht zu verhindern.

Die versuchte Einflussnahme betreffe nicht nur den türkischsprachigen Unterricht oder muslimischen Religionsunterricht, sondern auch Fächer wie Geschichte oder Sozialkunde.

„Lehrer werden eingeschüchtert, und Eltern werden dazu aufgerufen, sich an den Schulen über einen türkeikritischen Unterricht zu beklagen“, sagte Ates der Zeitung. Er gehe davon aus, dass es entsprechende Fälle nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in anderen Bundesländern gegeben habe. (afp)

 


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion