Auf Suche nach Vergewaltiger-DNA: Polizei durchkämmt Flüchtlingsheime – Serie von Sex-Attacken um Ingolstadt

Von 27. September 2017 Aktualisiert: 27. September 2017 16:07
Auf der Suche nach DNA-Proben durchkämmt die Polizei Flüchtlingsheime in der Gegend um Ingolstadt. Noch immer gibt es keine Hinweise auf die Täter von Gaimersheim und Ingolstadt.

„Man darf jetzt nicht in Hysterie verfallen“, erklärte Polizeisprecher Werner Semmler von der Ingolstädter Polizei Anfang August noch die „zufällige Häufung“ sexueller Belästigungen in der Gegend.

Inzwischen gab die Polizei gegenüber dem „Donaukurier“ an, eine DNA-Spur zu haben. Dieser gehe eine eigens gegründete Ermittlungsgruppe nach, wie Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium dem Blatt sagte.

Bereits seit Wochen sammelt die Polizei nun Speichelproben in Flüchtlingsheimen, in denen der Täter der Vergewaltigung an einer 33-jährigen Frau am 1. Juli vermutet wird. Fast 200 Proben habe man inzwischen genommen, so Kammerer weiter.

Der Kreis der Unterkünfte wird sukzessive ausgeweitet.“

(H.-P. Kammerer, Polizeisprecher)

Doch nach Aussagen des Beamten könnte es Wochen und Monate dauern, bis man damit fertig ist.

Jüngster Fall: 8. September

Wie der „Donaukurier“ berichtete, machte sich eine 30-Jährige in der Nacht vom 7. auf den 8. September gegen 1.40 Uhr nach dem Verlassen einer Sportbar in der Gerbergasse auf den fußläufigen Heimweg. Bereits nach wenigen Metern, in der Brunnhausgasse, wurde sie von hinten gepackt und herumgerissen: „Im Anschluss zerriss der Angreifer das T-Shirt seines Opfers und versuchte gewaltsam, die Hose der Frau zu öffnen“, schrieb die Kripo laut „DK“.

Da sich die Frau mit Fußtritten wehrte, ließ der Täter von ihr ab und flüchtete in unbekannte Richtung. Eine eingeleitete Sofortfahndung blieb erfolglos. Der Angreifer wird wie folgt beschrieben:

Täterbeschreibung:

Alter: etwa 30 Jahre

Statur: ca. 1,80 Meter, schlank, athletisch

Aussehen: dunkelhäutig, afrikanischer Typ

Bekleidung: schwarze Jeansjacke, schwarze Hose

Die Polizei bittet auch in diesem Fall um Zeugenhinweise unter Telefon 0841 / 934 – 30.

Eine „zufällige Häufung“ von Sex-Attacken im Juli

1. Juli 2017, Täter flüchtig: Eine 33-Jährige wird auf dem Nachhauseweg vom Electric-Summer-Music-Open-Air in Gaimersheim vergewaltigt. Der Täter, ein dunkelhäutiger Mann, sehr kurzes schwarzes Krausehaar, 20 bis 30 Jahre alt, 1,70 Meter, ist flüchtig. Eine Belohnung von 5.000 Euro wird ausgesetzt. Bürger starteten eine Unterschriftenaktion „Für ein sicheres Gaimersheim“.

1. Juli 2017, Täter gefasst: Eine 67-jährige Joggerin wird morgens im Hindenburgpark in Ingolstadt vergewaltigt. Der Täter, ein 26-jähriger Deutscher, wird aufgrund der präzisen Beschreibung des Opfers wenige Tage später gefasst.

29. Juli 2017, Täter flüchtig: Eine 17-Jährige wird auf dem Nachhauseweg aus der Innenstadt sexuell belästigt. Sie verletzt sich bei der Flucht. Der Täter wird mit dunklem Teint und gebrochenem Deutsch beschrieben.

29. Juli 2017, Täter flüchtig: Eine 32-Jährige wird auf dem Nachhauseweg vom Taktraumfestival von zwei afrikanischen Männern gestoppt. Einer der Männer fasst der Frau in den Schritt.

31. Juli 2017, Täter flüchtig: Eine 27-Jährige wird in der Schultheißstraße an der Brust begrapscht. Der Mann gab an, aus Pakistan zu stammen.

Siehe auch:

Serie von Sexualstraftaten um Ingolstadt – Gaimersheim: 5.000 Euro Belohnung und 1.300 Unterschriften im Vergewaltigungsfall

 

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