Aus Aleppo nach München: „Syrien braucht Frieden, den Stopp aller Waffenlieferungen an die Rebellen und medizinische Hilfe!“

Von 19. Februar 2017 Aktualisiert: 21. Februar 2017 14:59
"Ihr sprecht über Sicherheit? Aber eure Sicherheit bedeutet neue Waffenlieferungen, neue Bombeneinsätze, neue Armeebewegungen, neue Koalitionen," sagt Jürgen Todenhöfer im syrischen Aleppo mit Blick auf die Sicherheitskonferenz in München. Aber dies sei nicht die Lösung, die Syrien brauche.

Während führende Politiker aus aller Welt in München über „Sicherheit“ diskutieren, befindet sich der Publizist und ehemalige CDU-Politiker Jürgen Todenhöfer im syrischen Aleppo und richtet einen Appell an die Teilnehmer der Sicherheitskonferenz.

„Hallo, Sicherheitskonferenz in München“, spricht Todenhöfer in ein zerbombtes Münztelefon auf einer Straße in Aleppo. „Ich stehe hier im Zentrum einer der am meist zerstörten Stätte Syriens, in Aleppo. Wo die Menschen noch immer unendlich leiden. Wo die Krankenhäuser voll sind. Voller schwer verletzter Kinder. Wir waren gestern in einem der Krankenhäuser, wo wir Kinder trafen, die noch vor wenigen Tagen von Al-Qaida Bomben schwer verletzt wurden – die beide Beine verloren. Ihr macht euch keine Vorstellung, was in diesem Land los ist“, sagt Tödenhofer gerichtet an die Politiker in München.

„Ihr sprecht über Sicherheit? Aber eure Sicherheit bedeutet neue Waffenlieferungen, neue Bombeneinsätze, neue Armeebewegungen, neue Koalitionen.” Aber dies sei nicht die Lösung, die Syrien brauche, meint der Jurist.

Er sagt:

Syrien braucht Frieden! Syrien braucht einen Stopp aller Waffenlieferungen an die Rebellen. Syrien braucht medizinische Hilfe!”

Der Beitrag der Münchner Sicherheitskonferenz zum Frieden im Mittleren Osten wäre bisher „nahe Null“ gewesen. Die Politiker müssten endlich Verantwortung in dieser Welt übernehmen – „in dem ihr mithelft Frieden, zu schaffen. Und nicht in dem ihr mithelft neue Kriege zu inszenieren,“ sagt Todenhöfer der schon seit Jahren verschiedenste Kriegsgebiete im Nahen und Mittleren Osten bereist – under anderem die des Arabischen Frühlings und des Islamischen Staates (IS).

Die Menschen in Syrien seien Müde vom Krieg, sie hätten fast alle Hoffnung verloren. Es gebe nur noch die Hoffnung, dass alle Hintermänner dieses Krieges, „in Saudi Arabien, in den Golfstaaten und auch in den Vereinigten Staaten – im Westen“ aufhörten, Waffen zu liefern. Und das sie endlich mithelfen würden, für stabile Verhältnisse in Syrien zu sorgen – „und das keine einzige Bombe mehr auf dieses Land fällt,“ betont Todenhöfer und fügt hinzu: „Politiker sind gewählt um politische Lösungen zu finden nicht um Kriege zu inszenieren“.

 

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