Flüchtlingskrise in EuropaFoto: CHRISTOF STACHE/Getty Images

Aus Sorge um die Sicherheit: Magdeburg und Barleben gründen Bürgerwehr

Epoch Times4. November 2015 Aktualisiert: 4. November 2015 18:24
Die Einwohner von Magdeburg und Barleben gründen eine Bürgerwehr. Sie glauben, die Polizei wäre bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise überfordert.

Die Magdeburger wollen eine Bürgerwehr gründen. Deswegen haben sich Hunderte Einwohner der Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt einer Facebook-Seite angeschlossen. Das Konto wurde erst vor einigen Tagen eingerichtet und zählt bereits über 3.000 "Likes".

Die Gründer der Seite fordern die Magdeburger auf, sich einzubringen da die Polizei anscheinend "zunehmend an ihre Grenzen stößt". Jahrelanger Stellenabbau paare sich mit der aktuellen nie dagewesenen Zuwanderung, heißt es auf der Webseite, berichte mdr.de. 

Es wird dazu aufgerufen in zahlreichen Stadtteilen aktiv zu werden. Man solle gemeinsam auf Streife gehen um die Straßen zu sichern. Mehrere Regionen in Deutschland haben bereits zu einer solchen Initiative aufgerufen.

"Bürgerwehr ist der falsche Weg"

Der Personalabbau bei der Polizei in Deutschland führe dazu, dass die Beamten unter besonderen Belastungen zu leiden haben, sagte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft in Sachsen-Anhalt (DPolG), Wolfgang Ladebeck, zu mdr.de. Er betonte aber auch, dass es in Deutschland sicher wäre.

SPD-Innenpolitiker Rüdiger Erben meinte, es wäre richtig in der Nachbarschaft die Augen offen zu halten. Eine Bürgerwehr hält er aber für falsch. Er sei dafür, mehr Polizisten einzustellen.

Die Bürgerwehr in Magdeburg gebe es aktuell nur auf Facebook, sagte der Rechtsextremismus-Experte David Begrich im Interview mdr.de. Dies würde aber deutlich zeigen, dass sich die Bürger um ihre Sicherheit Sorgen machten. Auf der anderen Seite gebe es Personen aus der rechten Szene, die genau dieses instrumentalisierten.

Barleben-Einwohner auf Patrouille

In Barleben gibt es bereits einige Bürger die patrouillieren, berichtet mdr.de. 70 Einwohner passen dem Bericht zufolge im Dorf auf und verständigen sich dabei mittels Telefon und dem Kurznachrichtenservice Whatsapp. (so) 


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