Die Bundeswehr stellt sich in Absprache mit den Nato-Verbündeten auf einen deutlich schnelleren Abzug aus Afghanistan ein.Foto: MICHAEL HANSCHKE/AFP via Getty Images

Auslandseinsätze der Bundeswehr 2020 deutlich teurer als geplant

Epoch Times23. April 2021 Aktualisiert: 23. April 2021 13:12

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr haben einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld gekostet als geplant. 2020 seien statt der im Bundesetat bereitgestellten 770 Millionen Euro etwas mehr als eine Milliarde Euro ausgegeben worden, berichtete der „Spiegel“ am Freitag vorab.

Das Magazin berief sich auf einen Bericht des Verteidigungsministeriums an den Haushaltsausschuss.

Bereits 2019 habe die Bundeswehr den ursprünglichen Etatansatz in einer ähnlichen Größenordnung überschritten, schrieb der „Spiegel“ weiter. Die Mehrausgaben seien jeweils durch Zusatzeinnahmen und Einsparungen in anderen Bereichen des Verteidigungshaushalts gedeckt worden.

Die deutschen Steuerzahler haben allein für die 20-jährige Beteiligung der Bundeswehr an dem internationalen Militäreinsatz in Afghanistan bislang rund 12,5 Milliarden Euro aufgewendet. Das bestätigte kürzlich ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums dem ARD-Hauptstadtstudio.

Am kostspieligsten war der Bundeswehreinsatz in Afghanistan in den Jahren 2011 und 2012, die mit der Rekordsumme von jeweils über 1,2 Milliarden Euro zu Buche schlugen. Im vergangenen Jahr gab Deutschland 394 Millionen Euro aus. Verglichen mit den Vorjahren stiegen die Kosten damit noch einmal leicht an. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion