Automatische Gesichtserkennung hält Einzug – Testphase am Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle

Von 14. Februar 2017 Aktualisiert: 14. Februar 2017 14:41
Der Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle testet ein System zur automatischen Gesichtserkennung. Durch die Technologie des portugiesischen Unternehmens Vision Box sollen Grenzkontrollen beschleunigt werden. Eine ähnliche Anlage sei auch bei KLM in Amsterdam installiert worden sein. USA und Japan haben bereits landesweit solche Anlagen auf Flugplätzen installiert.

Seit den Terrorangriffen der vergangenen Jahre in Frankreich sind Einreisende dazu verpflichtet, sich elektronisch anzumelden. Dadurch dauerten die Kontrollen doppelt so lange wie vorher. Um das Verfahren zu beschleunigen wird ein neuartiges Gerät getestet, das in der Lage ist, Gesichter zu erkennen. Dies berichtete „Bloomberg“.

Seit 2009 gibt es am Charles-de-Gaulle bereits ein automatisches Schnelldurchlauf-System (Parafe), das die biometrischen Pässe und Fingerabdrücke von französischen Staatsbürgern überprüft. Allerdings wird es nur von 3 Prozent der Reisenden benutzt. Aktuell sind insgesamt 37 Einheiten dieses Systems in Nutzung. Von diesen Systemen sind bis 2021 87 weitere geplant. 45 davon sollen dieses Jahr eintreffen. 

Gesichter aus 28 europäischen Nationen

Das neue System der portugiesischen Firma „Vision-Box“ soll die Gesichter von Reisenden aus allen 28 europäischen Ländern überprüfen können. Damit könnte sich der Vorgang der Personenkontrolle um 20 Prozent beschleunigen lassen. Pro Tag werden durchschnittlich 180.000 Menschen am Charles-de-Gaulle durchgeschleust.

Auch bei KLM am Amsterdamer Flughafen Schiphol hat die dreimonatige Testphase eines Systems zur Gesichtserkennung begonnen. Japan hat mit der landesweiten Installation eines solchen Systems schon vor einem Jahr begonnen. In den USA hat die Firma „Clear“ ein solches System an 22 Flugplätzen zu laufen, ist aber nicht kostenfrei. Reisende müssen für die jährliche Nutzung 170 Dollar zahlen. Das französische System ist dagegen kostenfrei.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN