Barmbek-Terror: Täter wollte möglichst viele „Christen und Jugendliche“ töten – Todes-Fahrt mit LKW geplant, dann Messer gewählt

Von 9. August 2017 Aktualisiert: 9. August 2017 18:39
In einer LKA-Vernehmung gestand der Attentäter, dass er es bedauere, nicht mehr Menschen getötet zu haben. Offenbar wollte er sogar mit einem LKW, wie in Nizza und Berlin, in Menschenmengen fahren. Dann entschied er sich für einen Messer-Anschlag.

Zwei Tage vor dem Anschlag, am Mittwoch, hatte sich Ahmad A. zu einer streng-religiösen Lebensweise entschieden. Am Tattag wurde er durch eine Predigt aufgewühlt, die er in der nahe dem Tatort liegenden Assahaba-Moschee gehört hatte, in der es um Auseinandersetzungen um die Al-Aksa-Moschee in Jerusalem ging.

Ob die Predigt radikale Elemente beinhaltete oder Gewalt befürwortete, ist derzeit nicht bekannt.

Nach mehreren Quellen ging Ahmad A. offenbar öfters in diese Moschee. Dort will man ihn aber nie gesehen haben, so der dortige Imam.

[Siehe auch: „Terror-Fall Ahmad Alhaw: Kleine IS-Fahne im Spind des Edeka-Killers gefunden – Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen“]

Töten, töten, töten …

Wie aus einer Vernehmung des Hamburger Landeskriminalamts hervorgeht, bedauerte der Attentäter Ahmad A., nicht mehr Menschen getötet zu haben.

Demnach wollte der 26-jährige Palästinenser so viele „Christen und Jugendliche“ töten, wie nur möglich. Den Entschluss zu der Mordtat hatte er erst am Tattag getroffen, berichtet der „NDR“.

Er hatte zuerst überlegt – wie der Nizza-Attentäter oder Amri auf dem Berliner Weihnachtsmarkt – mit einem Lastwagen oder Auto zu morden. Dann entschied er sich aber für eine Messer-Attacke.

Bei dem Anschlag auf den Edeka-Markt starb ein 50-jähriger Mann, sieben Personen wurden verletzt.

Anschlag direkt für Mohammed

Bei dem Anschlag wollte Ahmad A. nicht für den Islamischen Staat handeln, sondern direkt für den Religionsgründer Mohammed. Bereits seit 2014 habe er sich mit radikalen Ideologien beschäftigt, auch mit der des IS.

Die Ermittler vermuten, dass Ahmad A. jahrelang in einer Abgrenzung zur westlichen Lebensweise schwankte, so der Sender. Er habe einerseits Drogen und Alkohol konsumiert, andererseits andere Flüchtlinge wegen solchen Verhaltens kritisiert.

Die Helden von Hamburg-Barmbek

Für die Helden von Barmbek, mehrere mutige Männer, die den Attentäter aus dem Edeka zur Strecke brachten, ist der Mann ein Psychopath und kein Vertreter seines Glaubens, so Jamel C., einer von ihnen. Kurz zuvor hatte er noch nahe dem Edeka vor einem Café gesessen.

Als sie mit Stühlen und Steinen den Attentäter traktierten, stürzte dieser nach einem Treffer. Einer der Männer, Ömer Ünlü, schlug noch mit einer Eisenstange auf den Killer ein. In diesem Moment kam die Polizei zu der unübersichtlichen Situation, gibt zunächst Warnschüsse ab. Dann wird der Palästinenser festgenommen.

Für Toufiq Arab, den mutigen afghanischen Flüchtling und Edeka-Lehrling, der Passanten vor dem Mann warnte und mit den anderen die Verfolgung aufnahm, hat die Tat nichts mit dem Islam zu tun. Seiner Auffassung nach stehe im Koran, dass man keine Menschen töten dürfe, dass es Sünde sei.

Leider finden islamistische Extremisten und Ideologen in dem Werk aber auch immer wieder tödliche Anweisungen im Kampf gegen Ungläubige.

Die Helden von Barmbek, jene mutigen sieben Männer, ohne die der Attentäter noch weit mehr Morde hätte begehen können, wurden inzwischen geehrt.

Jamel Chraiet, Ömer Ünlü, Sönke Weber, Toufic Arab, Mohammed Wali, Saifallah Chourabi und Mohamed Bousbia wurden für ihren Mut und ihre Zivilcourage mit dem Ian-Karan-Preis geehrt.

Ich hoffe, wenn sowas nochmal passieren sollte, dass wir viel viel mehr sind, als nur sechs, sieben Leute.“

(Ömer Ünlü, Held von Barmbek)

https://www.youtube.com/watch?v=gFs629qdfgQ

Siehe auch:

Hamburg: Der Killer aus dem Flüchtlingsheim – Islamist verübt tödlichen Messer-Anschlag auf Edeka-Kunden

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