Bauern müssen weiter auf Entscheidung des Bundes zu Dürrehilfen warten

Epoch Times15. August 2018 Aktualisiert: 15. August 2018 13:14
Die unter der Dürre leidenden Bauern müssen weiter auf eine Entscheidung des Bundes zu möglichen Hilfszahlungen warten. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner sagte, derzeit würden noch die Zahlen aus den Ländern ausgewertet.

Die unter der Dürre leidenden Bauern müssen weiter auf eine Entscheidung des Bundes zu möglichen Hilfszahlungen warten.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin, derzeit würden noch die aus den Bundesländern gelieferten Zahlen zur Ernte ausgewertet. Sie werde dann am kommenden Mittwoch im Kabinett den Erntebericht vorlegen, der die Grundlage für die Entscheidung sei, „ob es sich hier um eine Extremwettersituation von nationalem Ausmaß handelt“.

Für Hilfsmaßnahmen bei Extremwetterereignissen sind die Länder zuständig, bei Ereignissen von nationalem Ausmaß kann aber auch der Bund Hilfen leisten, so geschah es 2003. Am Montag gab es ein Bund-Länder-Treffen zur Dürre, allerdings seien noch immer nicht alle Ernten abgeschlossen und das letzte Bundesland habe erst am Mittwoch Zahlen geliefert, sagte Klöckner. Eine gemeinsame Bestandsaufnahme sei nötig, um Entscheidungen über Finanzhilfen zu treffen. „Wir möchten eine faire Vergleichbarkeit.“

Um Viehhalter zu entlasten, denen wegen der Dürre das Futter ausgeht, brachte Klöckner im Kabinett am Mittwoch eine Verordnung zur Nutzung sogenannter ökologischer Vorrangflächen auf den Weg. „Tieren hilft kein Geld, sondern Futter“, sagte sie im Anschluss. So ist es Bauern künftig erlaubt, auch Zwischenfrüchte wie Klee und Grasmischungen zu verfüttern, die eigentlich zur Verbesserung der Bodenqualität angebaut werden.

Die Landwirte in Deutschland rechnen in diesem Jahr wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit mit erheblichen Ernteausfällen. Der Deutsche Bauernverband fordert finanzielle Unterstützung des Bundes in Höhe von einer Milliarde Euro und argumentiert, viele Betriebe seien wegen der Wetterlage existenzgefährdet. (afp)

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