Bauern bei einer Protestaktion. Die deutsche Agrarbranche kämpft nicht nur gegen die Düngemittelverordnungen. Auch die Erntehelfer fehlen wegen der Corona-Krise.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa

Bauernpräsident: Angebot von Obst und Gemüse wird sich verknappen

Epoch Times1. April 2020 Aktualisiert: 1. April 2020 7:28
Einreiseverbote und Quarantäne-Bestimmungen könnten dazu führen, dass sich das Angebot an heimischen Lebensmitteln in Deutschland verknappen wird. Die deutsche Agrarindustrie hängt, wie auch die fleischverarbeitende Industrie, schon längst von billigen Arbeitskräften aus dem Osten der EU ab.

In den deutschen Supermärkten wird nach Einschätzung von Bauernpräsident Joachim Rukwied in den kommenden Wochen und Monaten als Folge der Corona-Krise das Angebot an frischem Obst und Gemüse schrumpfen. Er gehe zudem davon aus, dass es Preissteigerungen geben werde, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochsausgabe). Hintergrund sei der Mangel an Saisonarbeitern aus Osteuropa.

Wegen der Pandemie hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in der vergangenen Woche ein Einreiseverbot für Erntehelfer verhängt. In der Bundesregierung gibt es Überlegungen, stattdessen Asylbewerber oder Arbeitslose auf den Feldern einzusetzen. Dies aber würde „den Arbeitskräftemangel nur lindern“, sagte Rukwied.

Die Mitarbeiter aus Osteuropa seien zum Teil seit Jahren oder Jahrzehnten in den einzelnen Betrieben tätig und hätten entsprechende Erfahrung, betonte der Bauernpräsident. Er forderte die Bundesregierung auf, die Grenzen für Erntehelfer so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Doch selbst wenn dies geschehe, sei unklar, ob die Saisonkräfte tatsächlich zurückkämen.

Brandenburgs Ministerpräsident ruft Polen zu Kooperation auf

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat von Polen angesichts der Grenzschließung zu Deutschland wegen der Corona-Pandemie mehr Engagement für die Aufrechterhaltung der deutsch-polnischen Kooperation gefordert. „Die enge Verbindung im brandenburgisch-polnischen Grenzraum darf nicht zusammenbrechen“, sagte Woidke, der auch Polen-Koordinator der Bundesregierung ist, den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Mittwochsausgaben). Gerade in der jetzigen Zeit müsse man „zusammenstehen und gute Lösungen finden“.

Dazu würden auf allen Ebenen intensive Gespräche geführt. „Erst wenn die Grenzen geschlossen ist, erkennt man, wie wichtig offene europäische Grenzen sind“, so der SPD-Politiker weiter. Deutsche dürfen zurzeit wegen der Corona-Krise nicht nach Polen einreisen. Polnische Staatsbürger müssen nach der Rückkehr in 14-tägige Quarantäne. Tausende polnische Pendler bleiben daher bei ihren Arbeitsstellen in Deutschland.  Auch können keine polnischen Erntehelfer nach Deutschland einreisen. (afp/dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wenn der Staat eine aktive Rolle in der Wirtschaft spielt, hat jede Aktion einen Dominoeffekt auf den Markt. Neue Richtlinien und Gesetze können ganze Branchen verändern und viele Unternehmen und Investoren von den Entscheidungen der Regierung abhängig machen. Der Staat, der traditionell nur Gesetze verabschiedete und durchsetzte, ist dadurch ein führender Akteur in der Wirtschaft geworden.

Der Staat ist wie ein Schiedsrichter, der bei einem Fußballspiel auch noch zum Spieler wird: Er kontrolliert und reguliert das Kapital in einer Wirtschaft, die früher privat war und ersetzt damit die „unsichtbare Hand“ durch die „sichtbare Hand“.

Es gibt mindestens zwei Hauptfolgen der umfangreichen staatlichen Eingriffe. Erstens erweitert sich die Macht des Staates hinsichtlich seiner Rolle und seines Umfangs. Regierungsbeamte entwickeln zunehmend Überheblichkeit hinsichtlich ihrer Fähigkeit, in die Wirtschaft einzugreifen und den Staat die Rolle des Retters spielen zu lassen. Auch nach der Bewältigung einer Krise behält die Regierung für gewöhnlich ihre erweiterten Befugnisse und Funktionen bei – wie im Kapitel 9 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ analysiert wird.

Zweitens führt der Interventionismus zu mehr Abhängigkeit von der Regierung. Wenn die Menschen auf Herausforderungen stoßen oder wenn der freie Markt nicht die Vorteile bieten kann, die sie sich wünschen, werden sie sich für mehr staatliche Eingriffe einsetzen, um ihre Forderungen erfüllt zu bekommen.

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich in unserem neuen Online-Buch-Shop, bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es auch als E-Book und als Hörbuch

Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Das Hörbuch bieten wir im MP3-Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. E-Books und Hörbücher sind in unserem neuen Online-Buch-Shop oder direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion