Bautzen: Marokkaner behauptet, „Nazi“ habe ihn „mit Messer“ verletzt

Von 21. September 2016 Aktualisiert: 22. September 2016 8:43
Ob der junge Marokkaner tatsächlich von einem der Jugendlichen mit einem Messer verletzt wurde oder sich die Verletzungen selbst beibrachte, ist Bestandteil der aufgenommenen Ermittlungen.

In der Krawallnacht vom 15. September trennten etwa 100 Polizisten rund 20 junge Flüchtlinge von etwa 80 einheimischen Jugendlichen. Zuvor kam es zu einem Flaschenangriff auf einen Mann aus Bautzen und Provokationen der Flüchtlinge gegenüber den „Rechten“.

Als die Polizei eingriff, wurde diese von den Asylbewerbern mit Flaschen und Holzlatten beworfen, bevor sie sich in das Asylheim zurückzogen. Dort wurde dann der verletzte Marokkaner entdeckt und ins Krankenhaus gebracht.

Doch was ist dran an der Geschichte, dass der junge Marokkaner von einem der einheimischen Jugendlichen verletzt worden sein will?

Hier die Schilderung des jungen Migranten: „Ich war mit Freunden auf dem Kornmarkt“, sagte er der „MOPO24“ (Foto). „Dann kamen die Nazis und die Polizei.“ Anschließend habe die Polizei die 20 Flüchtlinge mit Pfefferspray vertrieben. „Da habe ich nichts mehr gesagt, doch plötzlich hat mich da ein Nazi mit Messer am Arm verletzt“, erklärt Mehdi, der Jugendliche, der aus Marokko „geflüchtet“ war.

Dann sei er gemeinsam mit Freunden ins Asylheim in der Dresdner Straße geflüchtet. Dort wurde seine Verletzung von der Polizei festgestellt und ein Krankenwagen gerufen. Da der erste von wütenden Jugendlichen mit Steinen aufgehalten wurde, musste ein zweiter Krankenwagen unter Polizeischutz kommen.

Polizeibericht erwähnt Marokkaner erst im Asylheim

Laut Polizeibericht lief die Sache folgendermaßen ab: „Gegen 20:50 Uhr riefen mehrere Bürger über den Notruf die Polizei.“ Wenige Minuten später waren mehrere Streifen am Kornmarkt und trennten rund 80 „junge deutsche Frauen und Männer“ von einer „Gruppe von etwa 20 jungen Asylbewerbern“. Es habe bereits verbale und tätliche Auseinandersetzungen gegeben. „Auslöser der Tätlichkeiten“ sollen nach Zeugenaussagen die jungen Migranten gewesen sein.

Dann trennten die Beamten mit einer Polizeikette beide Gruppen voneinander und forderten die Anwesenden auf, den Platz zu verlassen. „Aus der Gruppe der Asylbewerber wurden die Polizisten mit Flaschen, Holzlatten und anderen Gegenständen beworfen, worauf die Beamten Pfefferspray und den Einsatzmehrzweckstock einsetzten“, so der Bericht. „Die Gruppe der Asylbewerber verließ danach den Kornmarkt und zog durch die Innenstadt in Richtung der Friedensbrücke. Die Gruppe der Deutschen teilte sich auf und folgte den Asylbewerbern auf verschiedenen Wegen.“

Die Flüchtlinge zogen sich in das Asylheim zurück und die Polizei positionierte sich davor, um ein Eindringen der „Einheimischen“ zu verhindern. Im Asylheim wurde der verletzte Marokkaner gesichtet und per Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht.

Ermittlungen zur Wahrheitsfindung

Ob der junge Marokkaner tatsächlich von einem der Jugendlichen mit einem Messer verletzt wurde oder sich die Verletzungen selbst beibrachte, ist Bestandteil der aufgenommenen Ermittlungen.

Erst vergangenen Freitag wurden zwei pakistanische Jugendliche vom Landgericht Heidelberg verurteilt, weil sie einem unliebsamen Syrer einen versuchten Mord anhängen wollten. Dazu verletzte einer der Pakistani (18) seinen Zimmerkollegen (15) nach Absprache mit einem Messer am Kopf, bevor er sich selbst an Kopf und Arm verletzte. Das Gericht durchschaute die Absicht und urteilte entsprechend.

Siehe auch:

Heidelberg: Tötungsdelikt in Asylheim vorgetäuscht – Bewährungsstrafe für pakistanischen Jugendlichen

 

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