Bautzen: Wer hat Recht? – Rechte und linke Sichtweisen gegenübergestellt

Von 7. Oktober 2016 Aktualisiert: 1. November 2016 12:55
Lange schon geht es in den politischen Diskussionen um Flüchtlinge & Co nicht mehr um die Menschen in Not, sondern um die Bestätigung eigener politischer Überzeugungen und der Widerlegung der Ansichten der "Anderen". Die entsprechenden Sichtweisen werden mit den eigenen Ansichten entsprechenden Publikationen verzementiert, wobei die Veröffentlichungen der "Anderen" oft von vornherein abgelehnt werden. Meistens jedoch gibt es in beiden Extremen Wahrheiten zu finden, welche die Befürworter überzeugen konnten. Bautzen - ein Blick auf die Extreme.

Zur Einleitung verschiedene Meinungen und Sichtweisen aus Politik, Medien und Verwaltung:

Im Video-Ausschnitt der „Anne Will“-Sendung vom 18. September 2016 im ARD mit dem Thema „Eskalation in Bautzen – Was steckt dahinter?“, kommen zu Wort: Bautzens parteiloser Oberbürgermeister Alexander Ahrens, Verleger Jakob Augstein, Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und Miachel Kretschmer, Generalsekretär der CDU Sachsen und Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

https://www.youtube.com/watch?v=UvTgak2KMHU

Aus dem linken Auge geschaut

Auf der Webseite „Netz gegen Nazies“ heißt es, dass sich in der Nacht vom 14. auf den 15. September „bis zu 150 Neonazis und sonstige rechte Flüchtlingsfeinde am Kornmarkt“ versammelt hätten, denen eine Gruppe von rund 20 „jugendlichen Geflüchteten aus Bautzen“ gegenüberstand.

Doch wie kam es aus Sicht der Autorin dazu? Die Schilderung der Situation am Kornmarkt geht von Jugendlichen aus, die reichlich Alkohol trinken, womit offenbar die „Flüchtlingsfeinde“ gemeint sind, denn: „Weil es kostenfreies WLAN vom nahegelegenen Kornmarkt-Center gibt, halten sich auch einige Flüchtlinge auf dem Platz auf.“ Womit wohl ausgedrückt werden soll, dass diese nicht zu den trinkenden Jugendlichen gehören und dort nur harmlos im Internet surfen.

Als dann die Polizei eintrifft „und den Flüchtlingen befiehlt, ins Heim ‚abzuhauen‘, werfen einige der jugendlichen Geflüchteten mit Stöcken“, wird berichtet. Die zufällig anwesende Flüchtlingshelferin Annalena Schmidt sagte der „TAZ“: „Wir konnten nur noch rennen.“ Als dann die „jungen Flüchtinge vor den Neonazis und Flüchtlingsfeinden fliehen wollen“, seien diese bis zu ihrer Unterkunft verfolgt worden, wobei die Verfolger gerufen hätten: „Wir sind das Volk“ und „Bautzen und der Kornmarkt gehören den Deutschen“.

Auch wird darauf verwiesen, dass der von der Polizei dargestellte Tathergang ein anderer gewesen sei, wonach die Flüchtlinge Schuld an der Eskalation gewesen seien. Allerdings berichtete die Polizei durchaus von den Jagdszenen in Bautzen, ohne dies verbergen zu wollen.

Fazit „links“: Die von der „Sozialistischen Alternative“ herausgegebene Webseite „Sozialismus.Info“ verweist in ihrem Bautzen-Bericht auf eine mutmaßliche „soziale Demagogie der Rechten“ hin, die demnach darin bestünde, dass die „Geflüchteten für all die hausgemachten Übel des Kapitalismus“ verantwortlich seien, welche da wären: Armut, schlechte Infrastruktur, steigende Mieten und Entlassungen.

Die Antwort darauf müssten „gemeinsame soziale und antirassistische Kämpfe von hier Geborenen und Geflüchteten sein“, so die Webseite. Dies müsse man den Menschen zeigen, „und zwar nicht theoretisch, sondern im Kampf auf der Straße, in der Schule und im Betrieb“

Zum Kontrast: Das Bautzen-Video der „Deutschen Stimme“, laut „Wikipedia“ das Presseorgan der NPD.

Aus dem rechten Auge geschaut

Die „Deutsche Stimme“ berichtet über den Vorfall im „seit Wochen“ brodelnden Bautzen: „Sogenannte ‚minderjährige unbegleitete Ausländer‘ (UMA) treiben sich abends in der Innenstadt herum und machen das Gelände unsicher“, heißt es dort.

Dann wird auf einen Artikel der „Sächsischen Zeitung“ hingewiesen, in dem sich der Holger Thieme, „Best Western Hotel“ über die Situation auf dem Kornmarkt in einem Brief an Stadt und Polizei beschwert und zum Handeln auffordert, zum Beispiel durch Abschalten des öffentlichen Wlan-Spots und Alkohol- und Platzverbote. Täglich kämen massive Beschwerden von Gästen wegen des Lärms und der nächtlichen Streitereien, so die „SZ“.

Fazit „rechts“: Letzendlich werden einige Politiker zitiert, als Beispiel für „krampfhaftes Bemühen“, die „negative Rolle ‚rechtsextremer‘ Bürger“ hervorzuheben. Im Gegensatz zur „linken“ Sichtweise, wird hier die „offizielle Feststellung der Polizei“ dargestellt, nämlich, dass die Gewalt von „Asylsuchenden“ ausgegangen sei.

Abschließend kommt der Artikel zu der Erkenntnis, dass die Medien die Fakten nicht mehr verschweigen könnten und die „Zeit der Deutungshoheit für den linken ‚Mainstream‘ vorbei sei.

Zum Kontrast: Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio-Stiftung und ehemalige IM Viktoria des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR zu den Krawallen in Bautzen

https://www.youtube.com/watch?v=q65SGYWD2Ws

Weitere Kommentare verschiedener Seiten von Bautzens Straßen …

https://www.youtube.com/watch?v=h6yeMcfyVkU

 

 

 

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