Begleitet vom Protest der RAF und Antifa: „Marsch für das Leben“ in Berlin

Der "Marsch für das Leben", ein Schweigemarsch von Abtreibungsgegnern zog am Samstag durch Berlin. Es kam zu Gegenprotesten.
Titelbild
Der "Marsch für das Leben" stieß in Berlin auf Gegenprotest.Foto: Screenshot YouTube / Jüdisches Forum
Epoch Times23. September 2018

Mehrere tausend (laut Polizei 7.000) vor allem christliche Demonstranten des „Marsch  für das Leben 2018“ sahen sich am Samstag in Berlin einigen wenigen, lautstarken meist jugendlichen Störern gegenüber.

Der friedliche Schweigemarsch organisiert durch den Bundesverband „Lebensrecht“ unter dem Motto „Ja zu jedem Kind“ fordert, „dass Frauen umfassend über alle Konsequenzen von Abtreibungen informiert werden, Frauen, denen das „JA“ zum Kind schwerfällt sollen Hilfe und Unterstützung finden und es soll keine Werbung geben für Abtreibungen, die so viele Frauen später bitter bereuen.

Mit „Ihr seid hier nicht willkommen!“ und schmerzhaft lauten Trillerpfeifen begrüßten zwei Gegendemonstranten an den Türen vom Hauptbahnhof die Menschen, die sich zum Startpunkt des Schweigemarsches – den Washingtonplatz – begeben wollten. „Rauchbomben“ mit farbigem Rauch flogen in die Menschenmenge und nahmen Sicht und Luft. Gegendemonstranten, darunter radikale Feministen sowie Vertreter der Homo-Lobby, beschimpften die Demoteilnehmer und begleiteten ihren Marsch durch die Stadt protestierend.

Mit dabei: die „RAF Berlin“

Immer wieder provozierten Gegendemonstranten, einer versuchte mit seinem rosa Fahrrad einen Keil im Demonstrationszug zu bilden, pöbelte die Teilnehmer unablässig an. Ordner versuchten, beruhigend auf ihn einzuwirken, woraufhin er noch aggressiver agierte. Die Polizei rannte zu ihm, in zwei Sekunden war er an den Straßenrand gebracht und wurde ermahnt.

Am Straßenrand tauchten immer wieder teils bunt kostümierte, teils ganz in schwarz gekleidete Protestler auf, die Sternen- und Antifa-Flaggen schwenkend lärmten, teils der Demo den Mittelfinger zeigten. Mit dabei: die RAF Berlin, mit einem Banner „RAF Berlin. Der Kampf geht weiter“ suchten die beiden Männer, die das Banner hielten, den Konflikt mit Teilnehmern des Marsches. „Komm her und halte mir Deine Wange hin. Du bist Christ, Du bist Idiot!“ Offensichtlich nahm keiner der anderen Gegendemonstranten Anstoß an diesen Teilnehmern.

Aber auch eine friedliche Sitzblockade, die, weil Teilnehmer fehlten, umgangen werden konnte, bildeten die Gegner der Marsch-für-das-Leben-Demo. Eine Frau rief „Wegen euch sterben Frauen!“ Das Gesprächsangebot eines freundlichen alten Mannes im weißen Bart nahm sie nicht an, Gespräche waren anscheinend nicht das Ziel der Gegendemonstranten, „dagegen“ sein ist alles.

Für das Leben, gegen die Hybris moderner Mediziner

Mit teilweise provokanten Plakaten und Schildern wiesen die Abtreibungsgegner auf ihre Sicht der Dinge hin: „Jeder Mensch, ob geboren oder ungeboren, hat das Recht auf Leben und Achtung seiner Würde“. Die Demo warnte vor einer „Krankenkassenfinanzierung von Bluttests, die ungeborene Kinder selektieren“ und forderte Hilfe für Frauen in Not und mehr Unterstützung und Anerkennung für Familien, die sich um behinderte Kinder kümmern. Ein junger Mann im Rollstuhl nahm gemeinsam mit seiner Mutter teil und mahnte mit seiner Anwesenheit das Lebensrecht an.

Besonders scharf kritisiert wurde das selektive Abtreiben ungeborener Kinder, deren Leben von Ärzten oft als nicht lebenswert eingestuft wird. Schilder mit der Aufschrift „Nie wieder ‚unwertes Leben’“ zogen Parallelen zur Menschenverachtung der Nationalsozialisten, wie jüngst Papst Franziskus der Abtreibungen mit der Euthanasie der Nazis verglich. Eltern ungeborener Kinder mit Behinderungen, auch von sogenannten „Sonnenscheinkindern“ mit Trisomie 21, auch bekannt unter Downsydrom, würde häufig von Ärzten eine Abtreibung angeraten. Statt Sterbehilfe müsse die „Palliativmedizin für todkranke Menschen ausgebaut werden“ so die Initiatoren. (aw/er)

Hier eine Video von „huenermann66“ zum „Marsch für das Leben 2018“:

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