„Bei ‚Wir schaffen das‘ fehlt bis heute das ‚Wie'“: CDU-Mann wirft Merkel Konzeptlosigkeit in Asylpolitik vor

Epoch Times5. September 2019 Aktualisiert: 5. September 2019 16:14
Der Schauspieler und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Charles M. Huber hat Kanzlerin Merkel bezüglich ihrer Migrantenpolitik scharf kritisiert.

Der Schauspieler und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Charles M. Huber hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, bis heute kein Konzept zum Umgang mit nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen zu haben.

„Bei `Wir schaffen das` fehlt bis heute das `Wie`“, sagte Huber dem Magazin Cicero. Die eigene Bevölkerung frage zu Recht, was jetzt mit den Menschen geschehe, die man hierher quasi eingeladen habe.

„Es gibt bis heute kein Konzept, wie man mit den Leuten umgeht und sie beschäftigt“, so Huber. Dass immer noch Leute auf der Straße herumstünden, verunsichere Menschen, gerade in ländlichen Gegenden, wo sich praktisch jeder kenne. Dass daraus nun eine „Werte-Union“ entstanden sei, sei ein Indiz dafür, wie gespalten die CDU sei.

„Diese Bezeichnung führt die werteorientierte Politik, die die CDU für sich in Anspruch nimmt, ad absurdum“, sagte Huber.

Die CDU der letzten Wahlperioden war eine Partei des Machterhalts, welche auf dem Erfolg der deutschen Wirtschaft surfte.“

Dass die CDU zugleich keine Antworten auf Rente, Zukunftsängste und Klima präsentiert habe, sei ein gefundenes Fressen für die Bewegung der Rechten.

Die AfD ist nun dafür die bittere Quittung. Nicht nur für die CDU. Für ganz Deutschland.“

Kritik übte Huber auch an Merkels öffentlichem Schweigen zu rassistischen Äußerungen in den eigenen Reihen. So sei etwa der Afrikabeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, immer wieder mit rassistischen oder Rassismus relativierenden Aussagen aufgefallen. Zuletzt im Fall des Schalker Präsidenten Tönnies, weshalb Huber auch aus der CDU ausgetreten war. „Es kam aber nichts. Für mich ist das nicht nachvollziehbar“, sagte er.

Ihm sei mehrfach vorgeworfen worden, warum er diese Dinge nicht intern geklärt habe.

Das habe ich viele Male getan. Aber ich stelle die Gegenfrage: Sollte nicht die Kanzlerin intern klären, wie ihr Afrikabeauftragter über Afrika spricht?“

Stattdessen erwecke es den Eindruck, als ob die neue Afrikapolitik zu einer Anti-Migrationspolitik verkomme. (dts)

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