Bereits im Juli (!) warnte JVA-Häftling vor Terror-Anschlag eines Tunesier namens Anis (Amri?) in Berlin und München

Von 23. Dezember 2016 Aktualisiert: 23. Dezember 2016 11:55
"Ende Dezember", so schrieb ein Häftling in einem deutschen Gefängnis seinem Anwalt, "rappelt es in München und zeitgleich in Berlin." Er berichtete über vier Mithäftlinge aus Tunesien und Algerien, die offen über geplante Anschläge diskutierten.

Deutsche Sicherheitsbehörden sollen bereits im August über einen geplanten Anschlag zu Weihnachten in Berlin informiert worden sein. Das berichtet die „Bild-Zeitung“ (Freitagsausgabe) und bezieht sich dabei auf vorliegende Dokumente.

Am 26. Juli 2016 habe der in einem deutschen Gefängnis einsitzende Häftling Stephan V. nach „Bild“-Angaben seinem Rechtsanwalt in einem Brief über vier Mithäftlinge aus Tunesien und Algerien berichtet, die sich zum „Islamischen Staat“ (IS) bekennen und im Gefängnis offen über geplante Anschläge sprechen.

Häftlings-Anwalt informiert Verfassungsschutz

Der „Bild-Zeitung“ sagte der Jurist, dass er in der ersten August-Woche den Verfassungsschutz über den Brief und die Kenntnisse seines Mandanten informiert habe. Der Hinweis wurde anfangs offenbar ernst genommen.

Ende Dezember rappelt es in München und zeitgleich in Berlin.“ 

(JVA-Häftling an seinen Anwalt)

Am 23. August seien die Beamten G. und N. des Verfassungsschutzes in die JVA Willich (NRW) gefahren und befragten Stephan V., der gerade eine Haftstrafe wegen Betrugs verbüßt. Bei dieser Vernehmung will Stephan V. ausführlich über die geplanten Attentate zu Weihnachten berichtet und mehrere Namen genannt haben.

Unter den Männern, so soll es Stephan V. den Staatsschützern berichtet haben, sei auch ein junger Tunesier namens Anis.

Auf „Bild“-Anfrage wollten sich die Ermittlungsbehörden nicht zu dem Vorgang äußern.

Amri wollte Waffen besorgen

Seit Februar soll sich Amri vorrangig in Berlin aufgehalten haben, wo er laut Generalstaatsanwaltschaft von März bis September von den Bundesbehörden überwacht wurde. Es habe Informationen gegeben, wonach der Tunesier einen Einbruch geplant hätte, um an Geld für den Kauf automatischer Waffen zu gelangen, berichtet die „Badische Zeitung“. Zudem war Amri als Drogendealer unterwegs. Die Observierung und Überwachung der Kommunikation habe aber keine Hinweise auf staatsschutzrelevante Delikte ergeben.

Wie der JVA-Häftling Stephan V. dem Verfassungsschutz mitteilte, sollten Maschinengewehre und Granaten für den Anschlag aus Bosnien kommen. Von einem Lkw war damals nicht die Rede.

LKW vermutlich von mehreren Personen entführt

Doch bei Betrachtung der Sachlage rückt eine kurzfristige Planänderung in den Bereich des Möglichen. Der polnische LKW-Fahrer kam früher als geplant mit seiner Ladung Stahlkonstruktionen aus Italien bei seinem Berliner Bestimmungsort an und musste deshalb vor der Firma warten. Dann brach der Kontakt zum Fahrer ab. Mehrfach wurde der LKW dann gestartet und bewegt, als ob jemand mit ihm fahren übte.

Während des Anschlags versuchte der polnische Fahrer offenbar dem Attentäter immer wieder ins Lenkrad zu greifen, was durch entsprechende Verletzungen erkennbar sein soll. Auch spricht der Umstand dafür, dass der LKW nur relativ kurz in den Weihnachtsmarkt hineinfuhr und dann wieder zur Hauptstraße hin ausbrach, anstatt noch wesentlich weiter geradeaus durch die Menschen zu fahren.

(Mit Material von dts)

Siehe auch:

Berliner Terror-Anschlag: Gefährder Anis Amri war schon in Abschiebehaft – Doch nur für einen Tag

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