Aufnahmeprogramm für Afghanen soll ab Juni weiterlaufen

Mehr als 14.000 „Gefährdete“ aus Afghanistan warten einem Bericht zufolge mit Aufnahmezusage seit Monaten auf die Ausreise nach Deutschland. Nun soll das Bundesaufnahmeprogramm weiterlaufen.
Titelbild
Afghanen flüchten aus ihrem Heimatland.Foto: CRISTINA QUICLER/AFP via Getty Images
Epoch Times31. Mai 2023

Das deutsche Aufnahmeprogramm für Afghanen soll im Juni mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen wieder anlaufen. Mehr als 14.000 „Gefährdete“ aus Afghanistan warten einem Bericht zufolge mit Aufnahmezusage seit Monaten auf die Ausreise nach Deutschland. Knapp 1.500 von ihnen befänden sich in Pakistan und im Iran, während sich die große Mehrheit noch in Afghanistan aufhalte, berichtete der NDR am Mittwoch unter Berufung auf Angaben des Auswärtigen Amts.

Mehrere tausend weitere Afghanen und andere stecken demnach derzeit im Antragsprozess des Bundesaufnahmeprogramms fest. Das Bundesaufnahmeprogramm ist seit zwei Monaten wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt. Das Auswärtige Amt erklärte, es lägen „Hinweise auf mögliche Missbrauchsversuche im Rahmen der laufenden Aufnahmeverfahren aus Afghanistan vor“.

Das Bundesaufnahmeprogramm war von der Bundesregierung im Oktober 2022 nach Abschluss der militärischen Evakuierungsflüge aus Kabul initiiert worden, um unter der Taliban-Herrschaft besonders stark gefährdete Afghanen dauerhaft eine Möglichkeit für eine Aufnahme in Deutschland aus humanitären Gründen zu schaffen.

Die Bundesregierung arbeite nach Angaben des Auswärtigen Amts an der „schnellstmöglichen Wiederaufnahme der Ausreisen aus Afghanistan und Visumbearbeitung von Afghanen mit Aufnahmezusage“, berichtete der NDR weiter. Das Ministerium sei zuversichtlich, „dass wir in den nächsten Wochen die angepassten Sicherheitsmechanismen, die auch Sicherheitsinterviews beinhalten, im Verfahren umsetzen können und dementsprechend die Verfahren wieder aufnehmen können“. (afp/er)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion