Berlin: 30 muslimische Kinder und Jugendliche „bestrafen“ kurdischen Kioskbesitzer

Epoch Times3. Februar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 1:45
30 aufgebrachte Kinder und Jugendliche griffen am Sonntagabend in der Neuköllner Gropiusstadt einen Imbiss an, wie der kurdische Kioskbesitzer (53) aussagte, nicht zum ersten Mal. Offenbar wollten sie ihn für den Verkauf von Alkohol "bestrafen". Die Trabantenstadt gilt als sozialer Brennpunkt und wurde über Berlin hinaus durch die Geschichte um Christiane F., "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" bekannt.

"Immer wenn Ferien sind, versammeln sich allabendlich die Kinder aus dem umliegenden Wohngebiet und treiben auf dem Platz am U-Bahnhof Lipschitzallee Unfug", sagte der 53-Jährige am Montag aus.

Demnach spielte sich der Angriff in zwei Wellen ab:

"Zunächst sind etwa 10 bis 15 Kinder im Alter von 9 bis 12 oder 13 Jahren hier aufgetaucht. Sie haben uns gezielt provoziert und am Hintereingang wie auch am Eingang zum Imbiss geklopft und versucht den Ausgang zu blockieren", zitiert die Berliner Morgenpost den Mann.

Sie warfen mit Steinen und hinterließen kleinere Schäden an der Fassade.

Katz und Maus-Spiel

Daraufhin verständigte der Imbissbesitzer in der Lipschitzallee gegen 19.30 Uhr zum ersten Mal die Polizei. Die Meute war inzwischen wieder in den Gassen verschwunden.

Doch nach nur einer Stunde meldete sich der Imbissbetreiber erneut bei der Polizei. Die jungen Randalierer seien jetzt mit Verstärkung zurückgekommen, um die 30 Personen waren es. Vielleicht hatten sie ihre großen Brüder mitgebracht.

"Auf einmal standen uns nicht nur Kinder gegenüber, sondern eine große Gruppe Jugendlicher im Alter von 14 bis 21 Jahren", sagte der Sohn des Ladenbesitzers.

Sie wurden aus der Gruppe heraus beleidigt und angegriffen. Der kurdische Kioskbetreiber nannte auch den "Grund" für die Angriffe: Die nach seinen Aussagen muslimischen Jugendlichen wollten ihn "bestrafen", weil er Alkohol verkaufe.

Es sei zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf Sohn (25) einige Prellungen kassierte und ein zu Hilfe geeilter Freund (23) an der Augenbraue verletzt wurde. Weiterhin erlitt er Hautabschürfungen. Der Imbisschef bekam einen Schlag mit einem Gegenstand auf den Hinterkopf und ging zu Boden. Als er wieder aufstand, war die Meute bereits in ihren Löchern verschwunden.

Landfriedensbruch, Körperverletzung und Sachbeschädigung

Nun ermitteln die Beamten wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung und einer Sachbeschädigung. Nach Rückfrage der Morgenpost bei der Berliner Polizei, konnte diese weder das Motiv Alkoholverkauf noch eine erhöhte Überfallgefahr in der Ferienzeit bestätigen. Allerdings, so die Sprecherin, war dieser Angriff nicht der erste polizeilich gemeldete Vorfall dieser Art, so das Blatt. (so) 

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