Berlin: Alexanderplatz, Görlitzer Park, Kottbusser Tor & Co. – Polizei musste Liste der kriminellen Orte (KBO) veröffentlichen

Die Polizei darf an speziellen Orten, die als „kriminalitätsbelastete Orte“ (KBO) bezeichnet werden, anlassunabhängige Personenkontrollen durchführen und Gebäude durchsuchen, berichtet der „Tagesspiegel“.

Auf Anordnung der Koalition musste nun die Polizei Berlin diese KBO’s offenlegen. Es handelt sich derzeit um zehn gefährliche Orte:

Die genauen Grenzen behielt die Polizei allerdings intern, argumentierte damit, dass diese nicht statisch seien und sich daher nach der Kriminalitätslage ausrichten würden.

Bisher Geheimhaltung

Rückblick: Früher wollte die Polizei diese Liste nicht veröffentlichen, nicht einmal gegenüber Journalisten.

Diese Orte, an denen mehr Straftaten wie Raub, Drogenhandel, Körperverletzung usw. als an anderen Orten vorkommen, hätten „keinen Informationswert oder praktischen Nutzen für die Allgemeinheit“, so Polizeipräsident Kandt Anfang 2014 im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Dabei verwies der Beamte auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtes in 2012, wonach die Liste nicht veröffentlicht werden müsse.

Unterstützt wurde Kandt damals laut einem „Tagesspiegel“-Artikel vom 31.01.2014 von der SPD-CDU-Koalition, während sich die Linken und Piraten gar für die Abschaffung der KBO-Liste aussprachen. Als einzige Oppositionspartei wollten die Grünen die Liste beibehalten, forderten allerdings eine Veröffentlichung derselben.

Siehe auch:

Berlins kriminellste Orte – Polizei veröffentlicht Statistik

Berlin, Görlitzer Park – Kokain im Buddelkasten und aufdringliche Kleindealer

Berlin: Staatsgewalt machtlos – Basar der nordafrikanischen Taschendiebe am Kottbusser Tor

Masterplan Görlitzer Park, Berlin: Drogendealer – Problemverursacher oder gleichberechtigte Parknutzer?

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/berlin-alexanderplatz-goerlitzer-park-kottbusser-tor-co-polizei-musste-liste-der-kriminellen-orte-kbo-veroeffentlichen-a2137829.html