Berlin: Großeinsatz gegen Prügel-Clans am Gesundbrunnen – Erst gegeneinander, dann zusammen gegen die Polizei

Von 24. Juli 2017 Aktualisiert: 24. Juli 2017 18:30
Als die Polizei Berlin vor Ort ankam, richteten sich die Kontrahenten sogleich gegen die "Einmischung".

Freitagabend, 20.15 Uhr an der Chauseestraße in Gesundbrunnen: Ein 15-Jähriger hatte offenbar einer 21-jährigen jungen Frau ihr Kopftuch heruntergerissen. Zudem soll er eine 17-Jährige gewürgt haben. Es entzündete sich ein Streit zwischen den Familien.

Die zuerst am Ort eingetroffenen zwei Funkwagenbesatzungen sahen sich dann kurz darauf etwa 60 bis 80 aggressiven Personen gegenüber und forderten weitere Unterstützungskräfte an.“

(Polizeibericht)

Die Polizisten wurden zunächst beschimpft und dann körperlich attackiert und mit Eiern beworfen. Ein Beamter wurde von einer Flasche am Bein getroffen und dadurch leicht verletzt. Vier weitere Beamte wurden ebenfalls leicht verletzt.

Während der folgenden Festnahmen kam zu Widerstandshandlungen von den Festgenommenen, Gefangenenbefreiungen beziehungsweise versuchten Gefangenenbefreiungen und Körperverletzungsdelikten.“

(Polizei Berlin, Pressestelle)

Die Einsatzkräfte mussten die aggressiven Personen von sich wegschieben. Als Platzverweise ausgesprochen wurden, reagierten die betroffenen Männer und Frauen nicht. Erst als weitere Verstärkung kam, beruhigte sich die Lage.

Insgesamt wurden elf Personen vorläufig festgenommen. Von diesen wurden eine 17-Jährige und zwei Frauen im Alter von 21 und 38 Jahren und weiterhin ein 15-Jähriger und drei männliche Personen im Alter von 19, 23 und 52 Jahren zur „erkennungsdienstlichen Behandlung zur Gefangenensammelstelle gebracht“.

„Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Festgenommenen entlassen“, so die Polizei.

Es erfolgten Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung, Widerstand, Beleidigung, Bedrohung, Gefangenenbefreiung und versuchter Gefangenenbefreiung.

75 Polizeibeamte waren im Einsatz.

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