Mordfall Dr. Doll in Berlin-Marienfelde: Zeugenaufruf der Polizei

Von 13. Januar 2018 Aktualisiert: 17. Januar 2018 15:47
Warum nahm Dr. Doll an diesem Abend untypischerweise den Hinterausgang und lief dem Mörder geradewegs in die Arme?

Am Freitag, 12. Januar, starb der Berliner Arzt Dr. Martin Doll (67) im Hinterhof seiner Praxis in der Malteserstraße 170 – 172 in Berlin-Marienfelde durch mehrere Schüsse aus nächster Nähe.

Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt und fragt:

  • Wer hat am 12. Januar 2018 oder in den Tagen davor Personen wahrgenommen, die sich auf dem Gelände in der Malteserstraße oder in dessen Nähe aufgehalten haben?
  • Wer hat im Tatzeitraum verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit Personen oder Fahrzeugen gemacht?
  • Wer hat im Tatzeitraum im Bereich des Tatortes Lärm wahrgenommen?

Hinweise nimmt die Polizei in Berlin-Tiergarten, Keithstraße 30 unter Telefon 030 / 4664 – 911 888 oder per E-Mail unter [email protected] entgegen.

Täter wartete im Hinterhof

Freitagabend, 19.30 Uhr, in der Malteserstraße in Berlin-Marienfelde: Dr. Martin D. macht sich nach einem arbeitsreichen Tag auf den Weg zum Abendessen in einem französischen Restaurant. Er ist mit einer 59-jährigen Bekannten verabredet. Da er schon verspätet dran ist, meldet er sich kurz: „Ich schaffe es erst zu 19.30 Uhr“, erinnert sich die Frau später. Doch der Arzt erscheint nicht mehr im Restaurant.

Als er unüblicherweise den Hintereingang wählt, um zu seinem auf dem Parkplatz stehenden BMW zu gehen, wird er bereits im Hinterhof erwartet. Mit mehreren Schüssen aus kurzer Distanz wird der 67-Jährige niedergestreckt.

Die Sprechstundenhilfe eilt erschrocken aus der Praxis im ersten Stock hinunter, findet ihren Chef blutüberströmt am Boden liegend und alarmiert den Notarzt. Bei seiner Ankunft kann dieser jedoch nur noch den Tod des Mannes bescheinigen.

Beziehungstat? Auftragskiller? Warum starb Dr. D.

Die Ermittler glauben, dass sich Täter und Opfer gekannt haben müssen oder aber jemand aus dem Umfeld des Arztes einen Killer beauftragt hat.

Dr. Martin D. hatte aus erster Ehe drei Kinder. Aktuell war er in zweiter Ehe verheiratet, wohnte allerdings allein in einer Eigentumswohnung in Friedenau. An seinem Todestag war er mit einer langjährigen Freundin zum Essen im Restaurant verabredet, rein platonisch, wie die 59-Jährige angedeutet haben soll, so der „Kurier“. Über die anderen beiden Frauen hatte sie jedoch sehr kritische Worte übrig.

Hat der Tod des Arztes etwas mit seinen vergangenen oder aktuellen Beziehungen zu tun oder gibt es andere Gründe für seinen Tod?

 

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