Berlin: Messerstecher, Schläger, Antänzer – Nordafrikanische Gruppen greifen Touristen und Nachtschwärmer in Warschauer Straße an

Von 31. August 2017 Aktualisiert: 2. September 2017 16:24
In der vergangenen Woche kam es im Bereich der Warschauer Straße in Berlin-Friedrichshain zu Überfällen durch mutmaßlich nordafrikanische Gruppen. Dabei konnten zwei der Täter, illegal im Land befindliche junge Nordafrikaner (16, 17) verhaftet werden.

Die Warschauer Straße in Berlin-Friedrichshain gilt nicht nur als Treff für Nachtschwärmer und Partygänger, sondern ist auch für ihre kriminelle Gefährdung bekannt.

Donnerstagmorgens, 5.30 Uhr, in der Warschauer Straße: Zwei Brüder (20, 24) geraten mit einer Gruppe mutmaßlich nordafrikanischer Jugendlicher und junger Männer aneinander. Infolge dessen kassierten die Brüder mehrere Schnittverletzungen, wenn auch nicht lebensbedrohlicher Art.

Als ein 21-jähriger junger Mann zufällig vorbeikommt, wird auch dieser sofort von den aggressiven Gruppenmitgliedern attackiert. Sie schlagen und treten auf ihn ein, klauen ihm seine beiden Handys und eine Monatskarte.

Anschließend flüchtet die Gruppe zunächst unerkannt über die Warschauer Brücke in Richtung des dortigen U-Bahnhofs, wo sie ein weiteres willkürliches Opfer (24) fanden, welches versuchte, sich in einem dortigen Kiosk in Sicherheit zu bringen. Doch die Ganoven folgten dem 24-Jährigen, der von innen gegen die Tür drückte, während vier bis fünf Personen von außen versuchten dieselbe aufzudrücken, was schließlich gelang.

Sie griffen den ebenfalls 24-Jährigen mit Flaschen, Tritten und Schlägen an, wobei er blutende Gesichtswunden und eine Nasenbeinfraktur erlitt.“

(Polizeibericht)

Zudem knöpften sie dem Überfallenen sein Handy ab.

Illegal eingereiste Kriminelle

Als die alarmierte Polizei ankam, konnten zwei Tatverdächtige aus der Gruppe festgenommen werden. Bei ihnen handelte es sich um einen 16-jährigen Ägypter und einen 17-jährigen Tunesier, beide waren illegal nach Deutschland eingereist. Sie hatten noch sämtliche Telefone und die Monatskarte der Überfallenen bei sich.

Die beiden „Illegalen“ wurden der Kriminalpolizei überstellt, während der 24-Jährige aus dem Kiosk ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Der zuvor überfallene 21-Jährige erlitt „Prellungen sowie eine blutende Wunde im Gesicht“. Er wollte sich später selbst in ärztliche Behandlung begeben. Auch die zwei ersten Opfer, die Brüder, hatten sich selbstständig ins Krankenhaus begeben. Der Jüngere (20) wurde ambulant behandelt. Sein älterer Bruder (24) verschwand ohne Behandlung wieder aus der Klinik.

Zu den noch nicht gefassten Mitgliedern der Bande konnte die Polizei Berlin sagen, dass es sich augenscheinlich um Nordafrikaner im Alter von 17 bis 25 Jahren gehandelt hatte.

Die Überfälle der „Nafri“-Gruppe fanden am 24. August 2017 statt.

Brutale Antänzer mit Anhang

Zwei Tage später griff eine nordafrikanische Gruppe englische Touristen an, ebenfalls in der Warschauer Straße.

Samstagmorgen, 26. August 2017, 6.10 Uhr: Drei junge britische Touristen werden vor einer Diskothek von einem Fremden angesprochen. Im Laufe des Gesprächs tanzt der Unbekannte einen der 18-jährigen Briten an und zieht ihm dabei sein Handy aus der Tasche. Doch der junge Mann bemerkt den versuchten Diebstahl und versucht sein Handy wieder an sich zu reißen. Es kommt zu einer körperlichen Auseinandersetzung.

Wenig später waren die drei Touristen von einer Gruppe von etwa acht jungen Männern umringt, die sie schlugen und traten. Einer aus dieser Gruppe zog dann ein Messer und versuchte einem der drei in den Rücken zu stechen, was jedoch misslang.“

(Polizeibericht)

Doch der Messerstecher gab nicht auf und stieß die Waffe einem anderen aus der britischen Gruppe mehrfach in den Oberschenkel. Dann flüchtete er mit seinen Kumpanen.

Rettungskräften der Feuerwehr brachten den Verletzten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Polizei Berlin ermittelt nun wegen räuberischen Diebstahls, gefährlicher Körperverletzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung gegen die bisher unbekannten Nordafrikaner, deren Alter mit 18 bis 30 Jahren geschätzt wurde.

Siehe auch:

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