Berliner Polizeipräsidentin hofft auf friedlichen 1. Mai in der Hauptstadt

Epoch Times29. April 2019 Aktualisiert: 1. Mai 2019 13:03
"Wir werden alles daran setzen, auch diesem Jahr den Trend zu einem friedlichen 1. Mai fortzusetzen", erklärte die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Die Verantwortung dafür trage aber nicht allein die Polizei.

Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik hofft auf einen ruhigen Verlauf der 1.-Mai-Demonstrationen in der Hauptstadt. „Wir werden alles daran setzen, auch diesem Jahr den Trend zu einem friedlichen 1. Mai fortzusetzen“, erklärte sie am Montag. Die Verantwortung dafür trage aber nicht allein die Polizei.

Letztlich entschieden die Teilnehmer der geplanten Demonstration, „ob sie gesellschaftlichen Themen eine Stimme geben oder lediglich ihrer Gewaltbereitschaft Ausdruck verleihen möchten“, betonte Slowik. In Berlin demonstrieren Anhänger der linken Szene seit Jahrzehnten am 1. Mai. Die Proteste mit Schwerpunkt im Stadtteil Kreuzberg verliefen oft gewaltsam.

Traditionell im Zentrum des Geschehens steht die linke „Revolutionäre 1. Mai Demo“, daneben gibt es aber längst auch andere Veranstaltungen wie das seit 2003 veranstaltete Myfest. Dieses Stadtteilfest wird bewusst am 1. Mai geplant und soll Krawallen entgegenwirken. Laut Polizei trägt es dazu bei, die Situation zu beruhigen.

Die traditionelle „Revolutionäre 1. Mai Demo“ wurde bisher noch nicht offiziell angemeldet, es gibt aber informelle Aufrufe der Szene etwa im Internet. Auch im vorigen Jahr gab es keine offizielle Anmeldung, Demonstranten formierten sich aber dennoch.

Bereits angemeldet wurden laut Polizei dieses Jahr zwei Demonstrationszüge in den Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg, die sich zeitlich und räumlich mit der in den Aufrufen für die nicht offiziell angemeldete „Revolutionäre 1. Mai Demo“ überschneiden.

Es gibt zudem eine weitere Protestdemonstration im Stadtteil Grunewald. Dort kam es 2018 am 1. Mai zu vielen Sachbeschädigungen, in diesem Jahr gibt es dort ebenfalls ein Straßenfest nach dem Myfest-Vorbild. (afp)

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