Berliner Tramfahrer rehabilitiert: 14-jährige Muslima flog wegen Döner raus – NICHT wegen Kopftuch

Von 1. Dezember 2016 Aktualisiert: 2. Dezember 2016 9:13
Am Dienstag ging bei der Polizei Berlin eine Anzeige ein. Nach Aussagen einer 14-jährigen Muslima soll ein Straßenbahnfahrer sie wegen ihres Kopftuches von der Beförderung ausgeschlossen haben. Doch nach Zeugenaussagen und Auswertung des Überwachungsvideos der BVG ergab sich ein ganz anderer Sachverhalt ...

Am Dienstagnachmittag gegen 14.35 Uhr soll es laut einer Berliner Polizeimeldung im Köpenicker Ortsteil Friedrichshagen zu einem fremdenfeindlichen Vorfall in einer Straßenbahn gekommen sein.

Eine 14-jährige Muslima gab bei der Polizei zu Protokoll, dass sie zum besagten Zeitpunkt an der Haltestelle Bölschestraße in eine Bahn in Richtung S-Bahnhof Friedrichshagen eingestiegen sei.

Der Rassisten-Trick …

Der Fahrer soll daraufhin über Lautsprecher eine Durchsage gemacht haben, dass sie wieder aussteigen solle, da niemand von ihm befördert würde, der ein Kopftuch trägt.“

(Polizeibericht)

Weil die Jugendliche, nach eigenen Angaben, von keinem der anderen Fahrgäste Unterstützung erhalten habe, sei sie verunsichert ausgestiegen. Anschließend habe sie den Vorfall einer Erwachsenen mitgeteilt, welche sogleich Anzeige gegen den Fahrer erstattete.

Infolge dessen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen.

… fliegt auf

Inzwischen meldete sich eine Augenzeugin auf Facebook und später auch bei der Polizei: Demnach habe das Mädchen in der Tramlinie 60 mit einer Freundin Döner gegessen, worauf der Bahnfahrer mehrfach darauf hinwies, dass draußen gegessen werde. Die Freundin der 14-Jährigen packte daraufhin ihren Döner weg, nicht so die Jugendliche mit dem Kopftuch.

Sie hat allerdings weiter gegessen und sich nicht mal im Ansatz für die Worte des Bahnfahrers interessiert. Nachdem er sich drei Mal wiederholt hatte, meinte er, dass das Mädchen mit dem weißen Kopftuch doch bitte aussteigen solle und ihren Döner dort essen solle. Mehr war nicht.“

(Augenzeugin in der Tramlinie 60)

Die BVG-Sprecherin Petra Reetz bestätigte die Zeugenaussage mit den ausgewerteten Videoaufnahmen aus der Straßenbahn. Diese zeigten, wie die beiden Mädchen mehrmals nach oben in Richtung der Lautsprecher schauen. Laut der Unternehmenssprecherin sagte der Fahrer: „Das Mädchen mit dem weißen Kopftuch möchte doch bitte seinen Döner draußen essen.“

Fest steht nun: Der Fahrer hatte lediglich die Beförderungsbestimmungen der BVG durchgesetzt.

Wie die „Berliner Zeitung“ berichtet, hätten dem Fahrer, und damit auch seine Familie harte berufliche Konsequenzen treffen können, von der Abmahnung bis hin zur Kündigung.

 

Siehe auch:

Berliner Teamfahrer soll 14-jährige Muslima aus der Bahn geworfen haben

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