Berlins kriminellste Orte – Polizei veröffentlicht Statistik

Epoch Times27. October 2016 Aktualisiert: 27. Oktober 2016 17:52
Eine parlamentarische Anfrage der Grünen zur Kriminalität in Berlin beantwortete die Polizei mit den neuesten Zahlen von Januar bis September 2016.

Zahlreiche Polizeieinsätze an den kriminellen Hotspots im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg konnten die Kriminalität dort nicht eindämmen.

Vor allem an den Abenden und den Nächten der Wochenenden werden hier vergleichsweise viele Straftaten begangen.

Gewalttaten: Kottbusser Tor Nr. 1

Spitzenreiter sind das Kottbusser Tor mit 485 registrierten Gewalttaten im Vergleichszeitraum, das RAW-Gelände mit den Clubs und Kneipen (480) und der Drogenumschlagsplatz Görlitzer Park (321).

Die meisten der Straftaten wurden im Bereich Körperverletzungen begangen, gefolgt von Raubüberfällen und Bedrohungen.

Kottbusser Tor, Crime Spot Nr. 1

Diebstahl: Kottbusser Tor Nr. 1

Auch in der Disziplin Diebstahl konnte sich das Kottbusser Tor von den Kontrahenten deutlich abheben. Hier wurden 1.132 Diebstähle angezeigt.

Auf Platz 2, wie schon bei den Gewalttaten, folgte das RAW-Gelände mit 975 Fällen. Etwas abgeschlagen kommt dann der von Dealern, Kleinkriminellen und Drogenkonsumenten bevölkerte Görlitzer Park mit 720 auf Platz 3.

RAW-Gelände, Partymeile beliebt bei Taschendieben

Drogen: Görlitzer Park Spitzenreiter

Der auf Drogenhandel spezialisierte Görlitzer Park wurde erwartungsgemäß in diesem Bereich auch Spitzenreiter. Hier gab es 826 angezeigte Fälle von Drogenhandel und -besitz. Deutlich dahinter, das RAW-Gelände mit 558 und das Kottbusser Tor mit 555 Fällen. Zwei Drittel der Fälle drehten sich um Cannabis, ein Drittel um Amphetamine, Kokain und Heroin.

Parkranger für den Görlitzer Park

Polizeieinsätze: Platzierung wie gehabt

Die meisten Einsätze hatte die Polizei dann wieder am Kottbusser Tor (325), gefolgt vom RAW-Gelände mit 277 und dem Görlitzer Park mit 245.

In den Wintermonaten Januar und Februar wurden an den drei Hot-Spots jeweils 40 bis 50 Schwerpunkteinsätze geleistet. Im Drogenparadies Görlitzerpark wurden die Razzien über den Sommer und Herbst immer weiter und deutlich herabgefahren.

Am Mittwoch hatte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zusammen mit einer Anwohnerinitiative ein Konzept zur Verbesserung der Situation im Görlitzer Park vorgestellt. Parkwächter und Sozialarbeiter sollen demnach den Drogenhandel eindämmen und die Kleinkriminellen zurückdrängen. (Quelle: „Stadt Berlin“)(sm)

 

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